Story:
Wir schreiben das Jahr 2183. Unendliche weiten... Ach nein das war ja Star Trek. Aber dennoch „Mass Effect 2“ spielt im Jahre 2183, somit zwei Jahre nachdem Commander Shepard den Angriff der Reaper erfolgreich zurückdrängen konnte. Als das eigene Raumschiff die „Normandy“ angegriffen wird, können sich nur sehr wenige Mitglieder der Besatzung retten. Shepard kümmert sich zuerst darum, dass seine Besatzung das Schiff verlassen kann, um dann selbst mit dem Raumschiff (heroisch) in der Atmosphäre zu verglühen. Da aber ein Charakter wie Shepard nicht einfach sterben kann, wird er von der „Cerberus“ Organisation wieder zum Leben erweckt. Allerdings hat die „Cerberus“ Organisation keinen allzu guten Ruf, sie ist nämlich bekannt dafür radikal die Interessen der menschlichen Rasse durch zusetzten, ohne Rücksicht auf Verluste. Diese Vorgehensweise lässt viele Menschen die Organisation ablehnen, gleiches gilt natürlich auch für Shepard. Aber ein neuer Gegner die sogenannten „Collectors“ stellen eine viel größere Bedrohung da. Deswegen folgt Shepard den Anweisungen des Verbindungsmanns, dem „Illusive Man“, aber nun stellt sich die Frage: Handelt die Organisation im Sinne der Menschheit oder will sie doch nur die eigenen Interessen durchsetzen?
Zu Beginn des Spiels könnt ihr euch einen neuen Charakter erstellen oder ihr habt die Möglichkeit euren Charakter aus dem ersten Teil zu importieren. Dies hat nicht nur Folgen für das Aussehen eures Charakters, sondern auch auf die Hintergrundgeschichte. Ereignisse wie die abgeschlossene Pilgerreise, das Überleben vom Korganer Wrex haben Auswirkung auf die Story.
Entscheidet ihr euch für einen neuen Charakter sind solche Ereignisse natürlich vorbestimmt und ihr könnt euch Shepard freigestalten. Der Gesichts-Editor bietet 33 unterschiedliche Kategorien von der Höhe der Augen, bis zum Abstand der Wangen ist alles dabei. Rollenspieltypisch müsst ihr euch natürlich auch für eine Klasse entscheiden, welche auch die typischen Vorteile besitzen (Soldat = guter Kämpfer usw.).
Zur Story an sich möchte ich an dieser Stelle nichts weiter sagen, da man es selbst erlebt haben muss. Man kann aber sagen, dass die Story sehr sehr gut gelungen ist. Die Handlung ist spannend, abwechslungsreich und mit vielen Wendungen inszeniert. Nebenquests verleihen mehr Tiefgang und gehen näher auf die Hintergrundgeschichten der Charaktere ein.
Die Spielzeit ist abhängig von euerer Art zu spielen. Wollt ihr nur die Hauptstory spielen, kommt ihr auf eine Spielzeit von „nur“ ca. 25 Stunden. Wollt ihr das volle Programm mit Nebenquests, Planeten erforschen usw. dauert das schon einmal gute 50 Stunden.
Insgesamt lässt sich einfach nur sagen, dass die Story der Wahnsinn ist, selten, eher nie hat man eine solche packende und spannende Story in einem Videospiel gesehen. Während des Spielens lässt man sich eine Frage durch den Kopf gehen: „Warum schaut man sich eigentlich noch anspruchsvolle Filme an, wenn man doch selber in einem agieren kann?“.