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Madden NFL 11

 
Spielinfo



Entwickler:
EA Sports
Publisher:
EA Sports
Platformen:
Genre:
Sportspiel
Altersempfehlung:
Release Datum:
11.08.2010


Bewertung

Spielmodi: 8.5
Sound: 9.0
Grafik: 9.0
Atmosphäre: 8.5
Gameplay: 9.0
Gesamtwertung: 8.9

Argumente

TOP

- GameFlow-Feature 

- sehr realisitsch

- Präsentation ist sehr authentisch


FLOP

- Präsentation von originalen TV-Stationen wäre wünschenswert

- nach wie vor keine Lokalisation


Werbung

XBOX 360 | 19.08.2010 - 17:59:55


Die Nummer zwei ist an der Reihe! Wie in jedem Jahr ist die „Madden NFL“-Serie der zweite Titel der jährlichen Veröffentlichungen aus dem Hause EA Sports. „Tiger Woods PGA Tour 11“ hat bereits den Anfang gemacht. Und da kein aktiver Footballer dem Titel seinen Namen leiht, ist in jedem Jahr ein andere Akteur auf dem Cover abgelichtet. In diesem Jahr ist die Wahl auf Drew Brees von den New Orleans Saints gefallen. Ja, es gab in diesem Jahr eine Wahl unter den Fans, welchen Star sie auf dem Cover sehen wollten. Neben Brees standen Jared Allen von den Minnesota Vikings und Reggie Wayne von den Indianapolis Colts zur Auswahl. Die Entscheidung viel zugunsten von Drew Brees aus, welcher schließlich ein exzellente Saison mit dem Super Bowl Triumph krönen konnte. Ob er sich gefreut hat? Über den Super Bowl Sieg allemal, aber Cover Athlet von Madden NFL zusein, verheißt meistens nichts gutes. Der „Madden Fluch“! Immer wieder sind die „Coverboys“ in der darauffolgenden Saison von Verletzungen oder schlechten Leistungen geplagt gewesen, sie sind meistens auch nie aus diesem Loch herausgekommen. Als man bei EA für die 10er Ausgabe „Brett Favre“ auswählte, dachte man könne dem Fluch aus dem Weg gehen, indem man einen Spieler, welcher seien Schuhe an den Nagel gehängt hat, auswählt. Allerdings hat Favre ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht und ist vom Rücktritt zurückgetreten. Seine Saison 1 nach dem Madden-Cover war nicht überragend, aber ordentlich und ohne große Verletzungen. Bei „Madden NFL 10“ wollte man nun den Fluch dahingehend besiegen, indem man gleich zwei Spiele auf dem Cover platziert. Zum einen hat man Larry Fitzgerald von den Arizona Cardinals abgelichtet, zum anderen Troy Polamalu von den Pittsburgh Steelers. Während Fitzgerald eine ordentliche Saison ohne besondere Vorkommnisse spielen konnte, hat es Polamalu voll erwischt. Er konnte in der gesamten Saison nur 5 Spiele aufgrund einer langwierigen Verletzung machen, des weiteren hat sein Team sogar die Playoffs verpasst und das als Titelverteidiger...
Somit drücken wir an dieser Stelle Drew Brees alle Daumen, dass er eine erfolgreiche und vor allem „Seuchenfreie“ Saison 2010 vor sich hat!

Spielmodi:
Große Entwicklung in Sachen Spielmodi gibt es nicht. Wie schon im vergangenem Jahr kann man im „AFL Mode“ Spiele mit den Gründer-Teams der AFL bestreiten. Neu ist der „Super Bowl XLV“ welcher es euch ermöglicht direkt das wichtigste Spiel überhaupt zu bestreiten. Im Franchise- oder Superstar-Modus muss man die Verbesserungen mit der Lupe suchen, wenn sie den überhaupt vorhanden sind...

Gameplay:
Immer wieder werden Neuerungen in der Werbung besonders hervorgehoben, leider sind die meisten Verbesserungen nicht wirklich nötig oder ansprechend. Bei EA Sports hat man sich nun gedacht, dass „GameFlow“-Feature könnte nützlich sein und das Spielfeeling intensiveren. Und wer hätte es gedacht, diese neue Feature ist wirklich klasse. Im Grunde dient es dazu das Spiel mehr an eine Fernsehpräsentation heran zuführen. In denen kann man als Zuschauer natürlich nicht die Spielzüge seines Teams wählen, also wurde das Play-Calling verändert. Des weiteren wird nahezu jeder Spielzug in Form eines kurzen Replay noch einmal nach jedem Spielzug gezeigt, falls das nicht der Fall ist werden Spieler auf dem Feld oder an der Seitenlinie gezeigt, falls auch dies nicht der Fall ist werden Statistiken eingeblendet. Das klingt im Grunde nicht neu, aber dadurch, dass es den Entwicklern gelungen ist es so flüssig ineinander übergehen zulassen macht es einen deutlichen Unterschied. Das Spiel wird dadurch insgesamt kürzer, wie schon erwähnt ist das neue Play-Calling Feature auch hierzu beitragend. So braucht man nun nicht mehr Spielzüge aus dem gesamten Playbook raussuchen um einen Spielzug zu wählen. Man kann nun einfach die A-Taste drücken und euer Headcoach an der Seitenlinie wählt einen passenden Spielzug für Situation, Gegner und euer eigenes Vermögen aus. Damit noch ein wenig mehr Realismus bei euch ankommt, dürft ihr euer Headset anschließen. In diesem wird euch euer Headcoach die Spielzüge ansagen, nicht per Namen, sondern ihn euch kurz beschreiben auf was ihr besonders zu achten habt. Falls ihr mit der Entscheidung nicht einverstanden seit könnt ihr selbstverständlich mit Audibles einen anderen Spielzug ansagen. Damit ihr aber auch weiterhin Entscheidungsgewalt habt, könnt ihr auch entscheiden ob ihr bei einem 4th Down es versuchen wollt oder doch lieber Punten oder gar ein Field Goal versuchen wollt. Diese Auswahl wird durch einen einfachen Tastendruck ausgelöst, es ist kein klicken durch die Menüs mehr nötig. Gleiches gilt für eine mögliche Challange. Diese wird durch einfaches Drücken der „RT-Taste“ ausgelöst nach einem Spielzug. Wollt ihr das Feature nicht nutzen könnt ihr auch weiterhin wie gewohnt eure Plays „call‘en“. Aber man muss festhalten, dass es sowohl für „Madden-Experten“, wie auch für Football-Neulinge ein sinnvolles Feature ist. Zum einen können Neulinge nun das „lästige“ aussuchen von Spielzügen auslassen und so direkt ins Spielgeschehen eingreifen. Und für Football Fans macht einen das Feature das Spiel nur realistischer, selbst ein richtiger QB sucht sich keine Spielzüge aus, diese Aufgabe übernimmt nunmal der Headcoach. Und damit den erfahrenen Spielern immer noch die Entscheidungsgewalt bleibt, können sie im Vorfeld Spielzüge festlegen die in einer bestimmten Situation ausgewählt werden sollen.
Neben dieser großen Neuerung im Gameplay gibt es noch ein neues System zum punten und kicken. Zuvor wurden diese über den rechten Stick ausgeführt, nun reicht ein Drücken der A-Taste zum starten eines Balkens, durch erneutes Drücken wird die Stärke und ein weiteres die Genauigkeit festgelegt. Im Endeffekt das selbe System nur in grün.
Damit ist es aber immer noch nicht getan, auch die „Locomotions“ wurden verbessert. Hinter dem Begriff verstecken sich die Bewegungen der Spieler, die Animationen, Kollisionsabfrage usw. Sprich alles was ihr auf dem Feld machen könnt. Man sieht die Verbesserungen an einigen Stellen, da Spieler jetzt nicht mehr aneinander hängen bleiben oder die Spieler nun explizit versuchen einen Pass an der Seitenlinie im Feld zu fangen. Alles wichtige Änderungen, welche aber nur Kennern auffallen, wenn man genau auf Details achtet.
Leider gibt es auch negative Aspekte. So gibt es wieder einmal das Feature „Fight for the Fumble“ bei dem man wie bekloppt auf die Tasten hämmern muss um einen verlorenen Ball zu erobern. Allerdings ist bereits beim Ballverlust vorbestimmt wer den Ball am Ende bekommen wird, somit kann man sich das drücken auf die Tasten schenken. Ein weiteres Problem ist die Verletzungsanfälligkeit der Spieler. Wenn ihr die Ursprungseinstellungen behaltet kann es durchaus sein, dass sich während eines Spiels drei oder noch mehr Spieler verletzen. Hier kann man allerdings vorbeugen indem man die Verletzungsanfälligkeit auf ca. 20% im Menü heruntersetzt.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die Stärke der Runningbacks. Diesen gelingt es gerne einmal mehrere Gegner einfach abzuschütteln und sich aus unmöglichen Situationen zu befreien...

Grafik & Sound:

Im Grunde unterscheiden sich die Engines aus dem vergangenem Jahr und die aktuelle kaum. Okay, es wurden noch Licht- und Schatteneffekte eingefügt, welche auch wirklich klasse aussehen, aber einen Riesen Sprung nach vorne ist nicht gelungen. Man muss allerdings auch sagen, dass man das Gefühlt hat, dass der Titel schon fast die Grenze der aktuellen Konsolen-Generation ausnutzt. Bei so vielen Spielern auf dem Platz, den animierten Zuschauern usw. ist wohl nicht allzu viel Luft nach oben. Und das soll jetzt hier nicht so klingen, als ob die Grafik schlecht wäre, absolut nicht! Die Grafik sieht exzellent aus, aber man hat im Vorjahr fast gleiches gesehen, nur eine Ecke schlechter. Auch die Einblendungen während des Spiels sind eher bescheiden. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen es sind exakt die selben aus „Madden NFL 10“. Aber bei ganz ganz genauem hingucken fallen minimalste Änderungen auf. Schade eigentlich wenn man bedenkt, dass die NCAA Football-Serie mit der original Präsentation von ESPN und CBS daher kommt...

In Sachen Sound macht EA Sports so schnell keiner etwas vor, nicht anderes ist es im neuem Madden-Teil. Der Soundtrack hat viele gute Songs zu bieten, die Soundeffekte sind wie immer klasse und auch die Kommentatoren wurden verbessert. So ist nun auch Gus Johnson neben Cris Collinsworth zuhören. An sich ist es auch eine nette Sache, dass man den Headcoach über die Kopfhörer hören kann, aber leider (wie auch bei den Kommentatoren) wiederholt er sich zu schnell und zu oft...

XBOX Live/Multiplayer:
Direkt beim ersten Spielstart wird man vor eine Auswahl gestellt. Entweder man Testet den Online-Part für 10 Tage, man gibt den Gamepass-Code ein oder man muss sich einen neuen „Gamepass-Code“ auf dem Marktplatz kaufen. Anscheinend ist der „Test“ bei „Tiger Woods PGA Tour 11“ gut verlaufen und somit werden wir wohl auch für die kommenden NBA, NHL oder FIFA-Titel aus dem Hause EA Sports mit dem Gamepass rechnen...
Der Ultimate Team-Modus ist wieder mit dabei wurde an der ein oder anderen Stelle verbessert, am auffälligsten ist eine neue Sammelfunktion. Habt ihr also bestimmte Karten gesammelt bekommt ihr eine weitere besondere Karte freigeschaltet, welche ihr eben nur erhaltet wenn ihr die „Sammelaufgabe“ erfüllt habt.
Die wirklich erwähnenswerte Neuerung ist das „3 on 3“ Online Teamspiel. Mit bis zu drei Freunden teilt ihr euch euer Team auf. Einer übernimmt die Runningbacks, ein anderer die Wide Receiver und zu guter letzt den Quaterback mit den Lineman. Auch in der defensive wird das Team aufgeteilt. Die Umsetzung ist wirklich gut und macht wahnsinnig Spaß, wenn man mit freunden sich via Headset abstimmen kann um so das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.
Der Online Franchise-Modus wurde um ein Scouting-Feature ergänzt. Hierhinter versteckt sich die Möglichkeit bereits vor dem Spiel zusehen, welche spielerische Vorlieben oder Spielweisen euer Gegner zu bieten hat.
 

Fazit

Meinung von xw|ridestar

In letzter Zeit wurde ich von vielen Spielen enttäuscht. Sie wurden groß angekündigt mit aber tollen Features und am Ende war es meist heiße Luft und die Titel sind in der Versenkung verschwunden oder sind schlicht im Mittelmaß gelandet. „Madden NFL 11“ kommt in diesem Jahr und das allzu große „Tam Tam“ werbetechnisch daher, aber kann dafür auf ganzer Linie überzeugen. Gutes aus den vergangenen Jahren wurde beibehalten und verbessert, zusätzlich mit neuen Features ergänzt. Okay, neben dem „GameFlow“-Feature gibt es nicht viele Neuerungen, aber das ist einfach eine die lange Zeit gefehlt hat. Es macht das Spiel realistischer, aber auch schneller und einfach interessanter. Und das übrige Gameplay ist nach wie vor exzellent. Okay, Grafik und Sound kommen ohne die Bahnbrechenden Neuerungen daher, aber auch sie sind immer noch auf einem ganz hohem Niveau. Mein einziger Kritikpunkt ist tatsächlich die Präsentation, sprich die Anzeigetafeln usw. Ich würde mich für die nächste Version von Madden wahnsinnig über originale Einblendungen von ESPN, CBS oder Fox freuen. Ob das aus Lizenzrechtlichen Gründen möglich sein wird? Abwarten...

Unterm Strich ist „Madden NFL 11“ das beste Football-Game überhaupt und kann auch noch den Vorgänger in den Schatten stellen. Pflichtkauf für Football-Fans und durch das neue „GameFlow“-Feature auch für Einsteiger absolut empfehlenswert!


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