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NBA 2k11

 
Spielinfo



Entwickler:
2k Games
Publisher:
2k Games
Platformen:
Genre:
Sportspiel
Altersempfehlung:
Release Datum:
11.10.2010


Bewertung

Spielmodi: 9.0
Sound: 9.0
Grafik: 9.0
Atmosphäre: 8.5
Gameplay: 9.5
Gesamtwertung: 9.1

Argumente

TOP

- geniale Präsentation

- realistischeres Gameplay

- Michael Jordan

- verbesserte Spielmodi


FLOP

- keine Neuerungen im Mehrspielerbereich

- große Revolution in den bekannten Spielmodi bleibt aus


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XBOX 360 | 17.10.2010 - 17:52:17


„Are you ready?“ mit diesen Worten begrüsst er euch, MJ. Nein, mit MJ ist nicht Michael Jackson gemeint, dieser muss sich schließlich noch ein wenig gedulden bis sein eigenes Spiel in den Handel kommt. Natürlich ist Michael Jordan gemeint, DER Basketballer schlechthin. Wohl kaum ein Spieler wird mit einer Sportart dermaßen in Verbindung gebracht wie er. Sechs Meisterschaften, fünf MVP-Auszeichnungen und sogar zwei Gold-Medaillen bei den olympischen Spielen hat er in seiner 14 jährigen Basketballkarriere gewonnen. Er war sogar zwischenzeitlich zwei Jahre Profi-Baseballspieler, allerdings hat er es nie aus dem Minor League Team in das Big League Team der Chicago White Sox geschafft. Aber warum erzähl ich das alles? Michael Jordan ist auf dem Cover der diesjährigen NBA 2k11-Ausgabe abgebildet. Eigentlich verwunderlich, dass ein gestandener und bereits zurückgetretener Spieler auf der Cover zusehen ist. Eigentlich erwartet man einen jungen talentierten Spieler um die Ambitionen des Videospiels zu demonstrieren. Jordans Wahl hat aber auch andere Gründe, aber dazu später mehr.
Man hat von diesem Spiel bis zur gamescom nur sehr wenig, bis gar nichts sehen können. Dagegen hat die Konkurrenz von EA ordentlich die Werbetrommel gerührt. Ein komplett neues Spiel wollte man aus dem Boden stampfen. Hierfür wurde die „NBA Live“-Serie begraben und unter dem neuem Namen „NBA Elite“ wieder ausgebuddelt. Eine komplett neue Steuerung, welche sich überwiegend auf die beiden Sticks beschränkt, sollte ein realistischeres Spielgefühl als jemals zuvor vermitteln. Aber Pustekuchen! Die Demo wurde von allen Seiten kritisiert, die Meinungen gingen von schlecht bis unspielbar nicht weit auseinander, der Tenor war klar: Es muss noch etwas getan werden. EA Sports hat die Rufe erhört, konnte allerdings in dem Monat bis zum Release nicht die gewünschten Verbesserungen liefern, ergo hat man das Spiel verschoben. Vermutlich wird NBA Elite 11 erst im kommenden Jahr, wahrscheinlich erst im Frühjahr, in den Handel kommen. Somit hat NBA 2k11 freie fahrt und keine Konkurrenz für knapp sechs Monate.
Stellt sich die Frage ob NBA 2k11 nur eine Übergangslösung bis zum Release von NBA Elite 11 ist, oder ob sich EA Sports einen Release komplett schenken könnte? Wir sagen es euch in unserem Test!

Spielmodi:
Bereits an dieser Stelle nehmen wir die Thematik Michael Jordan erneut auf. Klar, wer auf dem Cover ist, findet sich natürlich auch als Spielfigur im Spiel wieder. Darüber hinaus hat sich 2k Sports aber deutlich mehr um den vermeintlich besten „Sportler des Jahrhunderts“ einfallen lassen. Man kann MJ als Spieler jedem aktuellem Team zufügen, somit könnte er ein Dreamteam mit Kobe Bryant bilden oder zu seinen Chicago Bulls zurückkehren und sie zu einen weiteren Meistertitel führen. Das mag interessant sein, ist aber bei weitem nichts besonderes. Interessant wird es erste bei dem „Jordan-Herausforderung“ Modus. Hier könnt ihr 10 legendäre Spiele von Jordan nachspielen und müsst bestimmte Herausforderungen erfüllen. In Spielen mit 8 Minuten jedes Viertel müsst ihr durchaus schon einmal 63 Punkte erzielen, dabei eine bessere Quote als 50% aus dem Feld haben und mehr als 6 Assists verbuchen. Dies ist die Leistung die er 86 in einem Playoff-Spiel gegen die Celtics erbracht hat. Alle 10 Spiele sind natürlich besondere Spiele aus Jordans Karriere. An sich ist der Modus auch kein Meilenstein, aber die Umsetzung ist dermaßen gut gelungen, dass er zu einem geworden ist. Dies liegt daran, dass man auch die Gegner Teams aus der damaligen Zeit 1 zu 1 mit optischen wie spielerischen Fähigkeiten übernommen hat. Die Atmosphäre wird noch weiter verdichtetet indem selbst die Kommentatoren über die Situationen vor den damaligen Spiele sprechen. Verletzungen, gute Leistungen aus Saison-Spielen der verschiedenen Akteure werden aufgezeigt. Einziger Kritikpunkt sind vielleicht die wenige Anzahl an spielen und der doch recht hohe Schwierigkeitsgrad (63 Punkte in einem Spiel sind nunmal kein Pappenstiel...).
Weiterhin gibt es die alten bekannte Spielmodi aus den vergangenen Jahren. Der Blacktop-Modus wurde so gut wie vollständig aus dem vorherigen Teil übernommen. 
Der Association-Modus bietet ein paar kleine, aber feine Neuheiten, welche aber nur erfahrenen Spielern auffallen werden. 
Der Mein Spieler-Modus kann ebenfalls mit Neuheiten auffahren. Jetzt kann man z.B. auch Trades fordern und man muss Interviews geben. Letzteres beschränkt sich allerdings auf vier verschiedene Antworten, welche zwar deine Stellung im Team, bei den Fans oder der Liga beeinflussen, aber eben wenig Auswahlmöglichkeiten liefern. Neu dabei sind Verletzungen, welche euch in eurer Entwicklung als Spieler deutlich zurückwerfen können. Während des Spiels wurde ein Teamplay-Meter eingefügt, hier könnt ihr nun direkt sehen welche Aktion ihr besonderes gut gemacht (somit zu einer besseren Bewertung führt) oder was ihr verbockt habt.
Das NBA Today-Feature wurde nun mit der Bezeichnung 2.0 erweitert. Nun bietet es nicht nur aktuelle Statistiken und Daten, sondern nun auch neue Spielerbewegungen, Halbzeitshows und sogar die Kommentatoren sollen auf die aktuellen Ereignisse der NBA eingehen. Basketball-Fan was willst du mehr?

Gameplay:
Auf dem Papier gibt es nur wenige Verbesserungen im Gameplaybereich. Da wäre eine verbesserte KI, neue Wurf-Schemata, neue Dribble-Moves, überarbeitete Pässe und Positionsspiel. Das hört sich im Prinzip nicht Weltbewegend an, verändert das Spiel aber komplett und macht es realistischer. Das Positionsspiel führt dazu, dass nun eure Mitspieler nicht mehr so häufig im aus stehen wie in den Vorgängern. Ebenfalls führen sie Spielzüge nun deutlich effektiver aus. Dies liegt auch an der verbesserten KI. Welche nicht nur in der Offensive, sondern auch in der Defensive stärken vorweisen kann. Offensiv ist der Gegner nun in der Lage eure Verteidigung zu erkennen und versucht Schwachstellen in Match-Ups eiskalt auszunutzen. Defensiv werden eure Spieler viel besser verteidigt und ihr habt nicht mehr die Möglichkeit einfache Punkte unter dem Korb zumachen. Auch könnt ihr nicht mehr mit einem Superstar alla Lebron James, Kobe Bryant oder Dwayne Wade einfach durch die Verteidigung laufen und über eure Gegenspieler hinweg Dunken. Ebenfalls kommen nicht mehr alle Pässe so leicht an wie in den vergangenen Jahren. Die Verteidigung fängt den Ball deutlich öfter ab, somit muss jeder Angriff wohl überlegt sein. Insgesamt kann man sagen, dass sich die Punktejagd vom Korb weg mehr ins Feld und hinter die Dreierlinie bewegt. Jump-Shots sind deutlich effektiver als wahllos gegen die Verteidigung anzurennen. Mit den neuen Dribble-Moves könnt ihr dagegen durchaus versuchen euren Gegenspieler im 1 gegen 1 zu schlagen um einen freien Wurf zum Erfolg zubringen. Hinter den Wurf-Schemata‘s verbergen sich zwei Einstellungsmöglichkeiten. Hiervon hängt ab ob ein Wurf trifft oder nicht, die Auswahlmöglichkeiten sind „Reale %“ oder „Shot Stick“. Bei der ersteren Variante ist es nicht ganz so wichtig das perfekte Timing beim Wurf zu haben, gerade bei guten Spielern/Werfern. Bei der „Shot Stick“-Option ist es genau das Gegenteil, wer hier den Knopf oder den Stick zu lange/kurz drückt wird nicht zum Korberfolg kommen.
Solltet ihr mit den Einstellungen nicht zufrieden sein, könnt ihr über unzählig viele Regler das Verhalten auf dem Spielfeld beeinflussen.
Wie gesagt klingt die Auflistung wenig spektakulär, aber das Spiel wird deutlich realistischer. In dem vergangenem Jahr konnte man mit einem 7 Minuten (pro Viertel) Spiel Ergebnisse in der Größenordnung 102-89 einfahren. Das ist aufgrund der verbesserten KI nicht mehr möglich, nun kommen eher Ergebnisse wie 59-74 zustande.

Grafik & Sound:

Die Präsentation war immer eine stärke der NBA 2k-Serie. Der diesjährige Ableger setzt in diesem Bereich neue Maßstäbe. Zwar hat sich die Grafik kaum verändert, neben besseren Lichteffekten fällt eigentlich nur die Mash-Optik der Trikots auf, dennoch hat sich zum Vorjahr viel in der Präsentation getan. Die Spieler-Animationen wurden noch einmal general überholt und sehen wahnsinnig realistisch aus. Die Overlay-Grafiken zur Spielstandsanzeige usw. wurden komplett überarbeitet und bringen den Titel näher an eine TV-Präsentation als jemals zuvor. Auch die Zuschauer wurden verbessert und sehen optisch eine ganze Ecke besser aus als in den Vorjahren. Auch Stimmungstechnisch sind sie tiefer in das Spiel integriert und gehen nun bei Aktionen ihres Teams mit, um so eine realistische Atmosphäre zu erzeugen. Die Halbzeitshow wurde auch überarbeitet und macht optisch deutlich mehr her als in den vergangenen Jahren. Mein persönliches Highlight ist das Video zum „Spieler des Tages“, schaut es euch an, man kann es nicht erklären ;-)
Grafische Fehler gibt es selten, zwar sind in ein paar Close-Up Kameraeinstellungen leichte Clipping-Fehler zusehen, aber dies ist eher die Seltenheit. Glücklicherweise ist es den Entwicklern gelungen die Slowdowns bei der Totalen-Ansicht der Arenen auszumerzen, auch an anderen Stellen sind keine Slowdowns zu erkennen.
Es sei noch erwähnt, dass die unübersichtlichen Menüs aus dem Vorgänger komplett gestrichen und wieder auf die alte Menüstruktur umgestellt wurden.

In Sachen Sound gibt es auch nicht viel zu meckern. Wie schon oben erwähnt wirken die Zuschauer realistischer als in den vergangenen Jahren. Auch die andere Soundeffekte kommen einer Live-NBA Übertragung sehr nahe. Die Kommentatoren machen an sich eine gute Arbeit und können viele Hintergrundinfos, vor allem aus der vergangenen Saison liefern. Leider wiederholen sie sich an der ein oder anderen Stelle zu oft und geben teilweise unpassende Kommentare ab.
Der Soundtrack ist wieder einmal gelungen mit einer Mischung aus Hip-Hop und Black-Music.

XBOX Live/Multiplayer:

Positiv ist ohne Frage, dass man nicht EA folgt und einen Online-Pass einführt. Der Multiplayerpart von NBA 2k11 ist weiterhin kostenlos. Genau so umfangreich wie bei den Vorgängern. Neuerungen gibt es leider keine. Technisch gibt es dafür auch keine Probleme, ausser man spielt gegen einen Gegner mit einer schlechten Bandbreite, da kann durchaus einmal die Verbindung in die Knie gehen, aber mit dem Problem hat jedes Spiel zu kämpfen.

 

Fazit

Meinung von xw|ridestar

Was soll ich groß sagen? Ich hatte anfangs ein schlechtes Gefühl, man hat nichts von dem Spiel im Vorfeld gehört und plötzlich stand es auf er gamescom vor mir. Meine Erwartungen waren nicht groß, zu unrecht. Das Spiel war und ist der absolute Hammer! Okay, ich bin seit Jahren ein Fan der Serie und konnte mit der NBA Live-Serie von EA Sports wenig anfangen, da mir die Steuerung nie zugesagt hat. Genau deswegen war ich interessiert was EA auf die Beine stellen würde, aber die Demo war meiner Meinung nach eine Katastrophe, nahezu unspielbar und langweilig. Ganz anders NBA 2k11! Die Präsentation ist das beste was ich in einem Sportspiel gesehen habe (ja, es kann sogar NHL 11 in den Schatten stellen). Das Gameplay wurde sehr gut bearbeitet. nicht jeder Pass kommt an und man kann nicht mit den Superstars einfach übers Feld laufen und Punkten. Es ist einfach realistischer geworden, macht aber dennoch Spaß und bleibt gut spielbar. Der Mein Spieler-Modus war im vergangenem Jahr nach wenigen Spielen für mich uninteressant, weil nichts passierte. Aber jetzt macht er Sinn und bietet Spielspaß. Es ist ja wohl auch realistischer, wenn man als Rookie zu Beginn nur wenige Minuten Einsatzzeit bekommt. Im letzten Jahr hat man direkt einen Star-Spieler ersetzt. Auch die Möglichkeit Trades zu fordern macht den Modus interessanter, weil man so nicht bei den Gurkentruppen der Liga bleiben muss.
Keine Frage! NBA 2k11 ist für Basketball-Fans ein absoluter Pflichtkauf! Die Verbesserungen zum Vorjahr sind deutlich sichtbar, machen Sinn und funktionieren. Was will man mehr?
Um noch einmal auf die Frage von oben einzugehen: EA Sports sollte es sich gut überlegen NBA Elite 11 überhaupt noch auf den Markt zu bringen. Meiner Meinung nach sollte man lieber die Zeit bis zum Ende des nächsten Jahres nutzen, um ein gutes, fertiges und vor allem fehlerfreies Basketball-Game auf den Markt zu bringen. Auch sollte man sich an einigen Stellen ein Beispiel an NBA 2k11 nehmen!
 


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