Wie in jedem Jahr kommt immer ein neues WWE SmackDown vs. Raw auf den Markt. Das kennen wir auch aus der Seite von EA die jedes Jahr ein neues FIFA, NHL, NFL und NBA auf den Markt bringt. Im Vorfeld werden immer revolutionäre Veränderungen versprochen die den Vorgänger um Längen in den Schatten stellen. Bis lang hat es noch kein Spiel geschafft eine revolutionäre Änderung zu vollbringen. Die Fans der Jährlichen Spiele wollen endlich einmal sichtbare Veränderungen im Spiel sehen. Genau so ergeht es WWE SmackDown vs. Raw! Es werden immer grosse versprechen gemacht und schlussendlich zerplatzt die schöne Traumblase. Dieser Herausforderung stellt sich wieder einmal der Entwickler THQ der schon einige Erfahrungen gesammelt hat. Sie versprechen uns eine neue Spielphysik und sonstige Extras. Nun wen ihr wissen wollt ob THQ endlich den Sprung zu den revolutionären Veränderungen geschafft hat oder nicht, dann solltet ihr unbedingt unseren Bericht lesen.
Aller Anfang ist schwer!
Bevor man sich ins Getümmel stürzen kann, kann man im Ring gegen einen Computer üben und verschiedene Moves erlernen. Dort im Trainingsmenü werden euch auch Tipps verraten wie man am besten im Kampf mit dem Gegner umgeht ohne dabei selber gross zu verletzt werden. Wer schon die Vorgänger gespielt hat wird bei der Tastenbelegung keine Mühe haben, denn die Tastenbelegung ist immer noch gleich geblieben. Mit dem linken Analogstick bewegt man logischer weise den Wrestler und mit der X-Taste kann man ein paar Fäuste verteilen. Mit der LB-Taste kann man im Ring herumspringen und mit dem rechten Analog Stick packt man den Gegner und führt einen Move aus. Dabei kommt es darauf an in welche Richtung man den linken Stick hält. Je nach Richtung führt man einen anderen Trick aus. Wen ihr den Gegner in die Ringecke oder in die Seile befördern möchtet, muss nichts weiter tun als die B-Taste zu drücken. Wen der Gegner am Boden liegt kann man ihn mit der B-Taste pinnen. Wen man viele Schläge austeilt füllt sich dabei die Spezialfähigkeitsanzeige. Wen sie voll ist, kann man die Y-Taste drücken und der Gegner kassiert einen mächtigen Schlag von dem er sich nicht so schnell erholen wird. Das war eine kurze Einleitung zur Steuerung, im Spiel kann man noch sehr viel mehr machen und verschiedene Moves Kombinieren.
Road to Wrestlemania
Im Spielmodus Road to Wrestlemania wählt man einen der fünf Charaktere wie Ray Mysterio, Chris Jericho, John Cena, Christian oder dem Uhrgestein unter den Wrestler den schrecken einflössenden Undertaker. Bei diesem Modus bereitet man den ausgewählten Wrestler auf den grössten Event von WWE vor der den Namen Wrestlemania trägt. Viele der grossen Wrestler wollen bei dem Event dabei sein, doch nur wenige schaffen es von ihnen. Hier Spielt man die persönliche Story des gewählten Charakters und man probiert den gewählten Wrestler ganz nach oben zu bringen. Die Story unterscheidet sich je nach Wrestler und bietet 5 verschiedene Storys die man durch spielen kann. Wählt man einen der vorgegebenen Charaktere, ist man im nächsten Moment schon im Backstage Bereich und kann den Wrestler das erste Mal in der Third-Person Sicht steuern. Hinter der Bühne kann man ihn in der Umkleidekabine neu kleiden, man geht in die Büros und erledigt dort den Kleinkram oder man macht mit den Reportern Interviews. Man kann hinter der Bühne die Gegner provozieren und mit ihnen Kämpfen, doch leider haben solche Sachen keinen Einfluss auf das Ereignis im Ring. Nach ein paar Kämpfen auf der Bühne hat man den Backstage Bereich gesehen und will dann einfach nur noch in den Ring steigen und Road to Wrestlemania zu Ende bringen. Die Story vom grossen Undertaker unterscheidet sich etwas von den anderen. Hier kämpft man nicht mit sondern gegen den Undertaker mit dem Charakter den man gewählt hat. Man probiert mit dem gewählten Wrestler sich für das grosse Wrestlemania gegen den Undertaker zu Qualifizieren. Nach jedem Kampf bekommt man Erfahrungspunkte mit denen man den Wrestler verbessern kann. Das war es dann auch schon mit dem Modus “Road to Wrestlemania“.
Die WWE Welt
Hat man den Road of Wrestlemania Modus durchgespielt, kann man den Modus WWE Welt Spielen. Hier kann man die Historischen Momente der WWE Geschichte neu schreiben und sie so verändern wie es euch passt. Man kann sich in jedem Kampf einmischen wie es einem nach Belieben passt. Man kann sich sogar in den Kampf des World Heavyweight Championship einmischen und dem bevorzugten Kämpfer helfen, das Blatt noch um zu drehen. Dabei schaltet man Sachen für den selbst erstellten Spieler frei, mit denen man ihn später verkleiden kann. Wen man aber keine Lust auf den momentanen Kampf hat, kann man ihn kurzer Hand einfach simulieren. Es ist eure Entscheidung wie ihr die Geschichte von WWE schreibt. Dieser Modus unterhält euch für einige Zeit lang wen man den Road to Wrestlemania durchgespielt hat oder die verschiedenen Spielmodis ausprobiert hat.
Der Ultimative Kämpfer!
Wie schon beim Vorgänger kann man auch hier seinen eigenen Wrestler so gestalten wie man will. Man kann ihn fast so gross wie Big Show machen oder so winzig klein wie Ray Mysterio. Absurde Rüstungen und Testosteron gepumpte übernatürliche Muskeln sind natürlich bei der eigenen Gestaltung des Wrestlers an der Tagesordnung. Die Moves und Kunststücke kann man auch selber zusammenstellen, doch leider gibt es hier ziemlich unlogische Moves. Wie von der Ringecke einen dreifachen Salto machen und auf den Gegner in der Mitte des Rings landen. Ist das alles gemacht, kann man sich noch selber die eigene Show zusammen stellen wen man in den Ring läuft. Nach dem man das alles gemacht hat, ist euer Wrestler bereit für die grosse Bühne. Neben bei stehen euch noch über 70 Superstars zu Verfügung die man im späteren Verlauf freischalten kann.
XBOX Live/Multiplayer:
Hier kann man sich in verschiedenen Kämpfen gegen Spieler aus der ganzen Welt messen. Leider benötigt man einen Online-Pass der vorkurzem eingeführt worden ist. Hier kann man zwischen Ranglistenspiel oder einem Benutzerdefinierten Spiel suchen. Die Kämpfe unterscheiden sich nicht sehr von den Kämpfen gegen den Computer. Es sind alles Spielmodis vorhanden die man im Einzelspieler auch benutzen kann. Hier kann man auch seinen eigenen Kämpfer im Kampf einsetzen. Der grösste Teil der Spieler benutzt den Eigenen Kämpfer, das liegt vielleicht daran dass man ihn sehr schnell auf 100% bringen kann. Die Kämpfe laufen zum grössten Teil reibungslos ab, wobei Lags und Verbindungsunterbrüche nicht ausgeschlossen sind. Es macht noch ziemlich spass und vor allem ist immer etwas im Online-Modus etwas los.
Neu ist die wohl beliebteste Disziplin von allen, die Rede ist von Royal Rumble! Dieser wurde das erste Mal in den Online Modus hinein gefügt und man kann gegen 11 andere Mitspieler und 18 Computer im Ring kämpfen. Hier lautet die Aufgabe den Gegner aus dem Ring zu werfen und wen er den Boden berührt ist er Out. Hier kommt immer ein Kämpfer nach dem anderen in den Ring und so kann es schnell passieren das man auf einmal zu fünft oder sechst im Ring, sich gegenseitig die Köpfe einschlägt. Wird man früh aus dem Ring geschmissen, kann man den nächst hereinkommendem Computer übernehmen und ihn steuern. Gewinnt man ein Royal Rumble über Xbox Live, bekommt man dafür 100GS geschenkt. Doch verlässt der Host die Lobby wird leider kein neuer Host mehr bestimmt und die Verbindung bricht ab. Im Grossen und Ganzen macht der Online Modus jede Menge spass vor allem wen man mit den Freunden zusammen spielen kann.
Grafik & Sound:
Anders kennen wir WWE SmackDown vs. Raw nicht, die Charaktere sehen genau gleich aus wie die originale und die Grafik war beim Vorgänger einfach nur Top. Genau das ist nun das Problem wo THQ momentan hat. Die grafische Meisterleistung war beim Vorgänger so gut, dass es ihnen nicht gelungen ist diese in dem Jahr zu Topen. Die Arenen sind unterschiedlich und wurden gut umgesetzt. Die Fans sehen etwas kantig aus wen man sie von ganz nahe ansieht, doch von weitem sehen sie optisch gut aus. Dann gibt es da immer noch ein Problem mit dem die Entwickler schon sehr lange kämpfen. Trägt man z.B. einen Umhang und man liegt am Boden, dann schauen die Füsse durch den Umhang hin durch. Oder wen man dem Gegner einen Stuhl um den Hals kettet um einen heftigen angriff aus zu führen, dann verschwindet die Hälfte des Stuhls im Körper des Wrestler. Es ist nicht gerade schön das mit anzusehen und wird hoffen dass die Entwickler endlich das Problem in den Griff bekommen.
Als erstes möchten wir die original Kommentatoren Michael Cole und Jerry Lawler für ihre gute Leistung loben. Sie waren auch beim Vorgänger anwesend und haben auch das Jahr, den Weg ins Spiel gefunden. Es gibt witzige Sprüche und tolle Kommentare zu hören, man merkt dass diese beiden den Beruf mit Herz und Seele machen. Leider schafft es das Publikum nicht, immer voll dabei zu sein und es passiert öfters dass es auf einmal toten still in der Arena ist, obwohl der Kampf noch nicht vorbei ist. Es ist schade wen man WWE im Fernseher sieht, dann tobt die Halle dort und die Fans geben keine Ruhe. Vielleicht wird dieser Punkt das nächste Mal besser. Ansonsten gibt es nicht viel zu sagen.