Im März 2004 war es soweit! Der Nachfolger zu dem Überraschungshit „Battlefield 1942“ ist in den Handel gekommen. Wie der Name „Battlefield: Vietnam“ schon sagt, hat man sich von dem klassischen zweiten Weltkriegs-Szenario abgewendet und sich genauer mit dem Vietnam-Krieg befasst. Wie auch sein Vorgänger konnte man nur auf dem PC den Vietnam-Einsatz beiwohnen und trotz weniger Neuerungen konnte sich auch der zweite „Battlefield“-Ableger in die Herzen der Gamer-Gemeinde spielen.
Im vergangenem Jahr kehrte das Ur-Battlefield unter dem Titel „Battlefield 1943“ zurück, als XBOX Live Arcade-Game. Der Erfolg konnte sich absolut sehen lassen. Wirklich wundern tut es wohl keinen, dass DICE weiterhin daran arbeitet die Urväter der Reihe wieder zu beleben. So war die Ankündigung von „Battlefield: Bad Company 2 - Vietnam“ zum einen eine positive Überraschung und dennoch nachvollziehbar. Überraschend war dagegen die Art der geplanten Veröffentlichung, so hat es nicht als XBOX Live Arcade-Spiel das Licht der Welt erblickt, sondern wurde als es DLC zu „Battlefield: Bad Company 2“ entwickelt. Und damit zählt das Spiel zu einem, mit dem meisten DLC überhaupt, da bereits eine Vielzahl zusätzlicher Maps und gar weitere Spielmodi Online verfügbar sind.
Stellt sich die Frage ob sich der doch recht hohe Preis mit 1200M$ Points lohnt oder ob man doch lieber bei den üblichen Maps und der aktuellen Zeit bleiben sollte? Wir sagen es euch in unserem Test!
Selbstverständlich verbirgt sich hinter dem „Vietnam“-DLC nicht nur eine Vielzahl neuer Maps, sondern auch Waffen, Spielfiguren und Fahrzeuge wurden entsprechend angepasst.
Das Waffenarsenal wurde verkleinert auf 18 Waffen und 10 Ausrüstungsgegenstände. Da ihr zu Beginn im Menü wählen müsst, ob ihr das „normale“ Spiel oder „Vietnam“ spielen wollt, laufen beide Modi relativ getrennt voneinander ab. So gibt es natürlich keine Neuzeit Waffen im Vietnam-Modus. Dagegen sind einige Waffen tatsächlich in beiden Modi dabei (z.B. die Thompson oder das M1 Garand). Die Statistiken für eventuelle Freischaltungen laufen aber separat voneinander ab. Bei den Gadgets ist die Statistik allerdings die selbe, so haben sie zwar andere Namen (C4 heißt TNT oder der Defibrillator heißt nun Adrenalinspritze). Die Vietnam-Waffen sind natürlich in Aussehen und ihrer Leistung der damaligen Zeit angepasst. Bei den Waffen, welche in beiden Modi vorhanden sind, kann man tatsächlich ein unterschiedliches Handling feststellen.
Über die neuen Waffen gibt es sonst nichts besonderes zu berichten, hat man alles mehr oder weniger schonmal gesehen. Absolut neu ist dagegen der Flammenwefer, der aber leider nicht vernünftig bzw. vorteilhaft einsetzbar ist. Bereits nach der ersten Betätigung des Triggers kann man kaum noch etwas sehen, ebenfalls ist er nur auf kurzer Distanz einsetzbar und verliert auf Distanz sehr schnell seine Wirkung. Aber das ist kein Problem im Spiel, dies ist halt einfach so.
20 Spezialisierungen sind auch wieder mit von der Partie, die aber überwiegend schon aus dem Hauptspiel bekannt sind.
Sieben neue Fahrzeuge sind in dem DLC enthalten. So gibt es das sogenannte Tuk-Tuk-Moped, und für jede Seite einen Jeep und einen Panzer. In der Luft ist man mit dem Huey-Helikopter unterwegs und auf dem See kann man sich mit einem Patrouillenboot seine Zeit vertreiben.
In Sachen Maps sieht es leider relativ düster aus. Nur vier Maps haben es ins Spiel geschafft, welche allesamt aus der PC-Variante bekannt sind. Neben der Sniper-Map „Hill137“ sind noch drei weitere Maps dabei. Eine fünfte ist mit „Operation Hastings“ bereits angekündigt und wird veröffentlicht, sobald von der Community 69 Mio. Hilfspunkte Plattformübergreifend erzielt wurden.
Im Bereich Grafik und Sound hat sich recht wenig getan. Natürlich ist der musikalische Soundtrack angepasst wurden und verbreitet so ein gekonntes Vietnam-Flair. Der übliche Sound bleibt auf konstant hohem Niveau.
Die Grafik muss man leider bemäkeln, da das Potential der Frostbite-Engine nicht ausgenutzt wurde. Zerstörbare Gebäude sind fast gar nicht zu finden. Sehr schade, da dies eigentlich „Bad Company“ ausmacht.