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Kinect Joy Ride

 
Spielinfo



Entwickler:
Big Park
Publisher:
Microsoft Gamestudios
Platformen:
Genre:
Kinect
Altersempfehlung:
Release Datum:
09.11.2010


Bewertung

Spielmodi: 7.0
Sound: 7.0
Grafik: 7.0
Atmosphäre: 7.5
Gameplay: 7.5
Gesamtwertung: 7.3

Argumente

TOP

- ordentlicher Fun-Racer

- gelungenes Gameplay

- simpel und kindergerecht


FLOP

- kein Gaspedal/Bremse

- Umfang könnte größer sein

- keine Controller-Steuerung


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XBOX 360 | 15.01.2011 - 13:53:37


Wurde „Joy-Ride“ auf der E3 2009 als kostenlosen XBOX Live Arcade-Titel angekündigt, musste man sich die Frage stellen: Warum erscheint das Spiel nicht endlich? (Und man muss noch erwähnen, dass bereits 2008 im Rahmen der NXE das Spiel kurz vorgestellt wurde) Eigentlich sollte es noch Ende 2009 soweit sein, aber erst ein Jahr später auf der E3 2010 hat man die Begründung für das lange Warten bekommen. Das Spiel hat komplette Kienct-Unterstützung spendiert bekommen und ist vom Arcade-Titel zum Retail-Spiel aufgestiegen. Warum ein XBOX Live Arcade-Spiel auf den Markt bringen, wenn man es doch als Retail Spiel mit kompletter Kinect-Unterstützung für mehr Geld an den Mann bringen kann?
Nicht nur optisch, sondern auch spielerisch erinnert der Titel stark an die Mutter aller Fun-Racer „Mario Kart“. Mit Kinect kann man zumindest etwas komplett neues bieten! Aber reicht dies aus um den vollen Kaufpreis zu rechtfertigen? Wir sagen es euch in unserem Test!

Kinect spielt natürlich in Sachen Steuerung eine ganz große Rolle, sogar die einzige, da man die Controller-Steuerung komplett gestrichen hat. Die Menüs sind simpel gestaltet und können durch einfache Handbewegungen gesteuert werden.
Die Steuerung des Spiels an sich funktioniert so: Ihr müsst eure beiden Hände so halten als ob ihr ein Lenkrad umfassen würdet. Mit Drehbewegungen könnt ihr nun die Autos lenken. Driften ist ebenfalls möglich, wenn ihr euch bei einer Kurvendurchfahrt in die entsprechende Richtung lehnt. Einen Turbo-Boost gibt es ebenfalls. Hierfür müsst ihr euch zum Aufladen nach hinten lehnen, zum auslösen eine schnelle Bewegung nach vorne machen. Stunts können bei Sprüngen ebenfalls ausgeführt werden, durch einfaches lehnen in irgendeine Richtung. Auch Items sind im Spiel enthalten, diese werden ausgelöst in dem ihr eure Hand nach links oder rechts ausstreckt.
Wie man sieht ist die Steuerung recht simpel gehalten und sollte somit gerade für Einsteiger sehr schnell und leicht von der Hand gehen. Technisch erkennt der Kinect-Sensor alle Bewegungen sehr gut und es kommt nur äusserst selten zu Aussetzern.
Dennoch gibt es Kritikpunkte anzuführen. So gibt es kein Gaspedal oder eine Bremse, beides wird vom Spiel selbst übernommen. Den Schwierigkeitsgrad hätte man mit entsprechenden manuellen Möglichkeiten nach oben schrauben können. Ebenfalls ist zu bemängeln, dass man nur im stehen spielen kann, hierfür ist das Spiel programmiert. Das heißt nicht, dass man nicht auch im sitzen spielen kann, aber es kann zur plötzlichen Nichterkennung der Bewegungen und der gesamten Person kommen. Schade eigentlich, da man eigentlich Autos auch nicht im stehen fährt...

Insgesamt stehen dem Spieler vier verschiedene Spielmodi zur Auswahl. So gibt es neben den normalen Rennen, „Battle-Races“, den „Stunt-Modus“ und den „Smash-Modus“. Bei den „Battle-Races“ kommen die oben erwähnten Items zum Einsatz, diese Rennen erinnern extrem an „Mario Kart“, sind aber auch die besten und spannendsten. Beim „Stunt-Modus“ müsst ihr an bestimmten Punkten auf der Strecke Tricks ausführen um Punkte zu erhalten. Der „Smash-Modus“ ist sehr simpel, man muss einfach verschiedene Ziele umfahren, welche auf der Strecke positioniert wurden.
Die Anzahl der Rennstecken und Fahrzeuge ist nicht allzu hoch, geht aber dennoch in Ordnung. Die Farben der Fahrzeuge kann man auf zwei Arten ändern, so gibt es vordefinierte Farben aus denen man sich eine aussuchen kann, zum anderen kann man dem Kinect-Sensor eine Farbe zeigen und dieser scannt die Farbe ein und setzt sie entsprechend um.

Grafisch ist das Spiel, wie so viele Kinect-Spiele, kindlich und bunt. Das ist nicht jedermanns Sache, aber passt einfach zu so einem Fun-Racer. Grafik-Fehler findet man übrigends keine.
Der Sound kommt, wie auch die Grafik, nicht über das Mittelmaß hinaus. Im Grunde solide, ohne aber irgendwelche Akzente setzen zu können.

Mehrspieler ist auch möglich allerdings nur zu zweit. Online via XBOX Live sieht es anders aus, da kann man mit bis zu 12 Spielern gegeneinander antreten, allerdings auch nur in „normalen“ und „Battle“-Rennen. Aber dafür funtkioniert dies ohne großen Problemen und kann gerade mit Freunden viel Spaß bringen.
DLC ist bereits verfügbar in Form von Chevrolet Autos, die zum kostenlosen Download verfügbar sind. Neue Strecken wurden bisher noch nicht angekündigt, aber allzu unwahrscheinlich sind diese nicht. 

Fazit

Meinung von xw|ridestar

„Kinect Joy Ride“ muss man von mehreren Seiten betrachten. Zum einen sollte es ein kostenloses XBOX Live Arcade-Spiel werden und war dazu gedacht die Avatare in Spielen richtig nutzen zu können. Die Avatar sind zwar dabei, aber kostenlos ist es nicht mehr. Hätte man tatsächlich den ursprünglichen Plant verfolgt und den Titel kostenlos zu veröffentlichen, wäre es mit Sicherheit ein richtiger Knaller geworden. Nun sieht es aber anders aus und dafür gibt es 50 Gründe in Form von €uros. Am Spiel an sich hat sich nichts geändert, nur der Kinect-Support ist neu dazu gekommen und ob dieser 50€ wert ist sei einmal dahin gestellt.
Wenn man aber aussen vor lässt, dass das Spiel eigentlich kostenlos sein sollte, bekommt man für den Preis einen ordentlichen Fun-Racer, der sich durch Kinect auch sehr gut steuern lässt. Zwar kann der weder der Umfang noch die grafische Aufmachung einen den Stuhl unter dem Hintern wegreißen, aber nichts desto trotz ein ordentliches Kinect-Debüt für ein Rennspiel.


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