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Splatterhouse

 
Spielinfo



Entwickler:
BottleRocket Entertainment
Publisher:
Bandai
Platformen:
Genre:
Action
Altersempfehlung:
Release Datum:
25.11.2010


Bewertung

Spielmodi: 6.0
Sound: 7.0
Grafik: 6.5
Atmosphäre: -
Gameplay: 5.5
Gesamtwertung: 6.3

Argumente

TOP

Reboot Splatterhouse
Streitgespräche


FLOP

Grafik
Ladezeiten
ständig gleichen Kills
unfaire Checkpoints
Kamera
Story???
Langzeitmotivation


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XBOX 360 | 04.03.2011 - 20:56:20


Remakes sind schon längers in, deshalb dürfen natürlich auch die eher skandalträchtigeren Spiele nicht fehlen. Denn schliesslich dürften Spiele die schon vor Jahren für Aufregung gesorgt haben, mit den technischen Möglichkeiten, die man heute hat, erst richtig für Wellen der Empörung sorgen. Deshalb hat man sich bei Namco Bandai auch Splatterhouse angenommen, das damals für den NES erschien und im Grunde ein schlichter Sidescroller mit Jason Thematik war. Doch hat sich grundsätzlich seit damals etwas geändert? Erfahrt es hier!

Brauchen wir eine Story

Wer jetzt eine packende Storyline mit vielen Twists und Überraschungen erwartet, sollte schnellstens das Weite suchen, denn davon gibt’s hier von beidem nichts. Das Ganze startet in einem verlassen Herrenhaus, wo der schmächtige Rick Taylor mit seiner Jugendliebe Jennifer vorbeischaut. Doch wie es kommen musste, wird Rick vom durchgeknallten Dr. West niedergestochen und dieser entführt dann auch noch die gute Jenny. Halb tot, die eigenen Eingeweide aus dem Bauch hangend und mit seinem Schicksal hadernd, spricht plötzlich eine furchteinflössende Maske zu ihm und verspricht ihm grenzenlose Macht. Die Macht Rache zu üben! Die Macht seinem Tod zu entgehen! Was bleibt ihm also übrig?

Maske auf und schon wird Rick unter grenzenlosen Schmerzen zum haushohen, muskelbepackten untoten Monster. Selbstredend ist Rick über diesen Umstand nicht wirklich erfreut, aber anscheinend hat der gute noch eine ganze Menge aufzuholen, was Horrorgeschichten betrifft. Natürlich bekommt man nichts geschenkt, wenn man sich einer höheren Macht hingibt, doch das scheint noch nicht bis zum Protagonisten durchgedrungen zu sein. Von da an wandelt ihr stets auf den Spuren von Dr. West und eurer Freundin durch verlassene Herrenhäuser, Parallelwelten und dergleichen. So viel zur Story, deshalb, kann man getrost vergessen. Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, !ACHTUNG SPOILER! So ein verkacktes Ende eines Spiels hat’s schon lange nicht mehr gegeben!

War zu Erwarten

Auf eurem Weg um Jenny aus den Klauen von Dr. West zu befreien, kämpft ihr gegen scheinbar unendliche Gegnermassen, wobei ihr mit der X-Taste schnelle Jabs verteilt und mit Y zu härteren Schlägen ausholt. Alles in allem wird hier eine solide Grundlage offeriert, die aber durch das ununterbrochene Anstürmen von Feinden zu einem ziemlich uninspirierten und altbekanntem Knöpfe-Hämmern verkommt. Aber wie gern gesehen in solchen Games, entfaltet Splatterhouse mit andauernder Spieldauer immer mehr Möglichkeiten der effektiven Gegnerentsorgung und so wird der Spassfaktor entsprechend erhöht. Zudem besitzt das Kampfsystem eine Prise Taktik, denn wenn man genug Blut angesammelt hat, was als Ingame-Währung fungiert, kann man sich ab dem zweiten Kapitel in den Berserker Modus versetzten und wird dadurch für eine kurze Zeitspanne noch mächtiger, um die Gegner in kleine Fleischklümpchen zu verarbeiten.

Allerdings wird hier nie die Güte oder Klasse anderer Vertreter des Genres erreicht, aber das scheint hier auch nicht das Ziel gewesen zu sein. Doch das ist nicht der Hauptkritikpunkt am Kampfsystem! Es kann in unseren Augen einfach nicht sein, dass ein Spiel, dass sich selbst als Action-Titel versteht ein solch unzulängliches Gameplay hat. Wie schon erwähnt ist eine Grundlage vorhanden, doch darauf wird eher schlampig aufgebaut. So gibt es z.B. keine Möglichkeit, sich nachdem man niedergeschlagen wurde sofort wieder aufzurichten, weshalb ihr am Boden liegend oftmals noch von den Gegnern hilflos traktiert werdet. Oder aber die schlechte Zielerfassung, die euch mehr Luftlöcher schlagen lässt als ein Schattenboxer beim Training. Sowieso steht ihr bei mehreren stärkeren Gegnern meist auf verlorenem Posten. Da diese euch von allen Seiten bearbeiten und es KEINE Konterfähigkeiten gibt. Und das ist einfach unverzeihlich. Ausserdem sind die grausamen Splatterkills anfangs eine willkommene Abwechslung beim Prügeln, werden nach der x-tausendsten Einspielung nur noch langweilig.

Durch, semi oder blutig?

Auf den ersten Blick handelt es sich bei Splatterhouse um den Albtraum aller besorgten Eltern. Die prägende und omnipräsente Farbe ist ein schön kräftiges rot, die Locations sind allesamt gruselig bis eklig und im Hintergrund hämmert derbe Heavy Metal Mucke. Hinzu kommt, dass man eigentlich nichts anderes tut, als unzählige Gegner in ihre Einzelteile zu zerlegen und das auf möglichst abgefahrene sowie brutale Art und Weise. Also im Grunde ein Spiel für alle erwachsenen Gamer deren Lieblings-Filme die Saw-Reihe ist und mit Vorliebe dem härteren Musikstil frönen. Aber das Spiel erfüllt dann doch seinen Zweck und befriedigt irgendwie eure innersten tierischen Instinkte!

Soll heissen, trotz der offensichtlichen Ausrichtung aufs wortwörtliche Abschlachten, macht es kurzzeitig schon Laune. Aber eben, wie gesagt nur eine kurze Weile, denn das Spiel offeriert neben der sieben bis achtstündigen Geschichte nur noch ein paar Survival-Arenen sowie alle drei originalen Splatterhouse Spiele, wenn man das Hauptspiel durchgezockt hat. Ausserdem gibt’s als kleines Extra eine Xbox360-exklusive Maske obendrauf. Doch neben den Cheevos und einem doch ziemlich knallharten Schwierigkeitsgrad bleibt eigentlich nicht viel, warum man zurückkehren sollte. Denn das Spiel hat zu offensichtliche Mängel.

So kämpft auch Splatterhouse mit einer zickigen Kamera, die euch eigentlich nie korrekt einfängt. Die Folgen daraus sind deshalb (für euch) unsichtbare Gegner, Gegenstände die euch den Weg versperren und die Tatsache, dass eben die Kamera immer wieder ohne ersichtlichen Grund beginnt, herumzuspinnen. Das ist echt mies. Dennoch muss man bei all den Kritikpunkten sich schon fragen, wie zum Geier die Entwickler solch eine Arbeit abliefern können, wenn man weiss, wofür sie sich zuvor ausgezeichnet hatten. Erstaunlicherweise ist das interne Namco Bandai Team dasselbe, welches vor drei Jahren das echt gelungene Afro Samurai hervorgezaubert haben! Doch eine Stärke konnte man immerhin in dieses Projekt integrieren: die witzigen Gespräche zwischen dem Protagonisten und seinem Alter Ego. Und ähnlich wie im vorhin angesprochenen Beispiel disst auch hier das Alter Ego den Hauptcharakter aufs Derbste, dass man das ganz klar als kleines Highlight marken kann. Es ist einfach herrlich wenn man als Pussy beschimpft wird, nur weil man etwas hinterfragt. Richtig köstlich!
 

Fazit

Meinung von xw|Swiss Reddi

Splatterhouse ist nicht gänzlich ungelungen. Allerdings machts nach kurzem aufgrund der vielen Kritikpunkte wirklich keinen Spass mehr. So bleibt nur die Frage, was man geiles aus dem Stoff hätte machen können. Schade.
 


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