Nun da haben sich THQ und Kaos Studios ein tolles Genre ausgewählt in dem sie sich behaupten wollen. Als Ego-Shooter wird es Homefront sehr schwer haben um sich zu beweisen, denn als Neuling hat man es schwer gegen Berühmtheiten wie Call of Duty oder Battlefield. Doch nichts ist unmöglich, denn die Macher versprechen uns intensive Action mit unvergesslichen Momenten und dazu soll es noch eine Kinoreife Erzählweise geben. Doch es wird nicht nur auf den Singelplayer-Modus gesetzt, sondern auch auf den Multiplayer-Modus. Dort werden uns Riesige Massenschlachten versprochen, die es 32 Spielern erlaubt sich zu duellieren. Neben dem soll es auch noch ein komplexes Erfahrungssystem und Innovative Features geben, die das Zusammenspiel im Team fordern sollen. Das klingt alles sehr viel versprechend. Doch ob es wirklich so gut ist oder ob das Spiel schlussendlich doch an den Konkurrenten scheitert, dass erfahrt ihr hier bei uns.
Story
Im Jahr 2027 wird sich alles auf der Welt verändern und nichts wird mehr so sein wie früher. Die Welt leidet jahrelang unter der grossen Energie- und Wirtschaftskrise und die globalen Märkte sind in sich zusammengebrochen. So kostet ein Liter Benzin knapp 20 Dollar. Doch das schlimmste kommt noch. Korea hat gesehen das Amerika vor dem Untergang steht und so griffen sie die Amerikaner mit einer EMP-Bombe an und drehten den Vereinigten Staaten den Saft an. Später marschierten Koreanische Truppen in die USA ein und vernichteten die Armee der USA. Zwei Jahre später ist unser Held nur ein Zivilist und ein Ex-Pilot der eines Tages von der Koreanischen Armee verhaftet wird weil er nicht für sie kämpfen will. Er wird in einen Bus reingesteckt und soll weggebracht werden. Auf dem Weg sieht man aus dem Fenster schreckliche Dinge. Die Koreaner töten unschuldige Zivilisten z.B. wird ein Ehepaar von den Soldaten hingerichtet und ihr kleiner Sohn muss sich das alles mit anschauen. Dann auf einer verlassenen Strasse rammt uns ein Fahrzeug so dass der Bus umkippt und die Koreanischen Soldaten ohnmächtig werden. Das war das Werk der Freiheitskämpfer die uns befreien damit wird ihnen dabei helfen die koreanische Grossmacht zu vernichten.
Man führt dabei kämpfe in Einkaufszentren und Vorstädten aus, wobei die meisten Gebiete vollkommen ausgestorben sind, da die Einwohner weggeführt oder getötet worden sind. Die ersten Minuten von Homefront sind sehr spannend und ziehen den Spieler in seinen Bann. Doch leider nimmt Spannung mit der Zeit etwas ab. Doch diese coolen Szenarien haben wir John Milius zu verdanken dem Regisseur von “Apocalypse Now“ und “Die rote Flut“. Doch leider tauchen immer Ruckler auf wen man den Story-Modus spielt. Ansonsten ist die Story ziemlich gut geworden und einmal durchspielen lohnt sich auf jeden Fall.
Multiplayer
Der Multiplayer-Modus bietet den Spielern grosse schlachten die sie austragen können, den dort können bis zu 32 Spieler gleichzeitig gegeneinander antreten. Bei den Spielen listen kann man zwischen sechs verschiedenen Modis wählen. Eines der sechs Spielmodis ist Bodenkontrolle. Dort können 32 Spieler gleichzeitig auf dem Feld sein. Das Ziel von Bodenkontrolle ist dass man Einsatzziele erobert und die Fronten verlegt damit man den Kampf vorantreibt und wer als erstes zweimal das Ziel erobert gewinnt. Dann gibt es Team Deathmatch, dort können Maximum 24 Spieler auf dem Feld sein und wer die meisten Kills macht, der gewinnt das Spiel. Bei Gefecht wechseln die Modi von Team Deathmatch und Bodenkontrolle und man spielt auf verschiedenen Karten. Dann gibt es noch Battle Commander (BK), Battle Commander (TDM) und BC-Gefecht. Das Prinzip bleibt jedoch immer das gleiche, Punkte durch Abschüsse machen umso das Spiel zu gewinnen. Für jeden beendeten online Einsatz bekommt man Erfahrungspunkte mit denen man im Rang aufsteigen kann. So kann man sich neue Waffen freischalten und verschiedene Extras. Während dem Spiel wen man Kills macht, bekommt man Kampfpunkte aufs Konto und mit den Kampfpunkten kann man verschiedene Extras pro Spiel kaufen. Man kann sich z.B. eine Panzerfaust kaufen oder eine Splitterschutzweste und diese Extras kann man mit dem Steuerkreuz aktivieren. Aber auch Fahrzeuge kann man sich damit holen wie einen Hubschrauber oder Panzer, doch meisten sind diese vom Gegner sehr schnell runtergeholt.
Leider ist die Waffenauswahl sehr enttäuschend und mickrig. Es gibt lediglich nur 13 Hauptwaffen und die Sekundärwaffe kann man gar nicht verändern. Die verschiedenen Visiere sind mehr als überflüssig da man pro Waffe knapp neun verschiedene Visiere hat. Da hätten die Macher viel mehr Waffen reinhauen sollen, das ist ja erbärmlich wen man es mit Call of Duty vergleicht. Dann gibt es noch Infanteriefähigkeiten, diese haben eine ähnliche Funktion wie die Extras aus Call of Duty. Man kann z.B. schneller nachladen oder die Waffe schneller ziehen und schiessen. Da kann man aus dem Spiel noch jede Menge rausholen. Man hat das Gefühl das sie nur das Minimum machen wollten, damit sie “falls“ es einen zweiten Teil gäben würde, mehr Spielraum haben.
Grafik & Sound
Homfront ist optisch gesehen etwas veraltet und nicht mehr auf dem neusten Stand. Die Spielwelt sieht etwas verschwommen aus und wen man die Gegner miteinander vergleicht, dann sehen alles gleich aus und das Blut sieht auch ziemlich schlecht aus, den welcher Mensch hat hell rotes Blut in seinem Körper. Explosionen sind auch alles andere als Spektakulär und können bestimmt niemanden vom Hocker hauen. Die Animationen der Charaktere könnten auch realistischer sein und nicht so hölzern uns steif.
Auch beim Sound lassen die Macher jede Menge Potenzial liegen. Wen man mit den Waffen herum schiesst, dann ist der Sound den die Waffen abgibt gedämpft als ob man einen Schalldämpfer darauf montiert hat und trauriger weise ist das bei den Fahrzeugen die ein Geschütz oder eine Kanone haben nicht anders. Da wird einfach eine grosse Menge an Potenzial verschenkt.