Ein Raumschiff im Weltall steckt in Schwierigkeiten. Ein Ingenieur muss schleunigst dafür sorgen, dass das Schiff wieder manövrierfähig wird. Auf seinem Weg durch die vielen Decks trifft er auf Aliens, die ihn töten wollen. Der Ingenieur lässt sich davor nicht abschrecken und eliminiert alle Ausserirdische, die ihn in die Quere kommen. Nein, wir reden hier nicht von Dead Space und dem Ingenieur Isaac Clarke, sondern von Alien Breed, Team 17’s Arcade Shooter, welcher übrigens 1991 seinen Ursprung hatte. Mit Alien Breed Trilogy haben wir erstmals alle drei Teile auf einer Disc und hier im Test wollen herausfinden, ob sich die Anschaffung auch lohnen wird.
Das Remake
Das Entwicklerstudio Team 17, bekannt für die Worms Spiele, veröffentlichte 1991 Alien Breed für den Amiga und den PC. Das Szenario ist eng am Film Aliens: Die Rückkehr angelehnt und ihr übernehmt die Rolle vom Chefingenieur Conrad. Zwischen Dezember 2009 und September 2010 haben die Jungs von Team 17 drei Alien Breed Spiele als Xbox Live Arcade herausgebracht: Alien Breed Evolution, Alien Breed Assault und Alien Breed Descent. Die kürzlich veröffentlichte Disc mit allen drei Teilen, soll für jeden Fan die Sammlung komplettieren.
Handlung
Die Erzählung der Handlung wird anhand von Comic-Bildern und englischer Sprachausgabe wiedergeben. Das Spiel ist in verschiedenen Abschnitten aufgeteilt und wird jeweils handlungsmässig mit der Comic-Erzählung miteinander verbunden; diese kann im Grunde genommen als Zwischensequenz bezeichnet werden. Leider ergeben die „Zwischensequenzen“ nicht immer Sinn und man nimmt das Geschehen einfach zur Kenntnis ohne den Zusammenhang kapiert zu haben. Auch die Sprachausgabe wurde hier mehr schlecht als recht umgesetzt. Der Grossteil der Konversationen findet zwischen Lieutenant Mia und Chefingenieur Conrad statt. Dabei hat man das Gefühl, dass die Sprecher hier nur ihren Text ablesen ohne sich Gedanken darüber zu machen, in welcher Situation sich ihre Charaktere befinden. Hier wird also weder Spannung, noch Emotionen zu finden sein, was natürlich Schade ist.
Kurz zur Handlung: Das Schiff Leopold, auf dem sich u.a. Lieutenant Mia und Ingenieur Conrad befinden, kollidiert beim Verlassen des Hyperraums mit einem riesigen „Geisterschiff“. Beide Raumschiffe sind durch die Kollision ineinander verkeilt und nehmen Kurs auf einem nicht näher beschriebenen Planeten. Mit ihrer momentanen Lage werden beide Schiffe bei Eintritt in die Atmosphäre verglühen. Wenn diese Situation schon nicht schlimm genug wäre, befindet sich auf dem Geisterschiff feindselige Aliens, die sich mittlerweile auf der Leopold breit machen.
Reparieren und töten
Während den meisten Missionen muss Conrad an etliche Terminals irgendwelche Knöpfe drücken und verschlossene Türen öffnen. Dabei muss er noch gleichzeitig alle Aliens eliminieren, die seinen Weg kreuzen. Ein ganzes Arsenal von Waffen schafft ihm dabei Abhilfe. Mit Pistole, Sturmgewehr, Schrotflinte, Flammenwerfer und Laserkanone pulverisiert Conrad alles, was mehr als zwei Beine hat. Für grössere Mengen an Gegner sorgen ausserdem zwei verschieden Granaten für die entsprechende Feuerkraft. Wie bereits erwähnt, sind die Missionen alle sehr ähnlich: Gehe nach A an einem Terminal und aktiviere X. Der Weg nach B ist leider versperrt, suche eine andere Route. Sektor C hat keinen Strom mehr, an vier Terminals müssen Knöpfe gedrückt werden, damit der Notstrom anspringt. Halte Position Y für eine gewisse Zeit bis das System am Terminal hochfährt, töte währenddessen alle Aliens. Die Ziele ändern sich während einer Mission ständig und werden als Text unten links am Bildschirm eingeblendet. Nur leider kann man die Schrift nicht immer deutlich lesen, weil ständig irgendwo was explodiert und so die Schriftfarbe nicht zu erkennen ist.
Alleine oder zu zweit gegen die Brut
In Alien Breed könnt ihr entweder alleine oder in Koop alle drei Spiele meistern. Während ihr alleine zwischen drei Schwierigkeitsstufen wählen könnt, bleibt euch dies im Koop-Modus verwehrt. Zusätzliche Feuerkraft und gutes Teamwork müssen also ausreichen. Die Aliens sind da jedenfalls widerstandsfähiger und müssen mit mehr Munition gefüttert werden, bis sie den Löffel abgeben. Darüber hinaus bietet Alien Breed auch noch einen Survival-Modus an, bei dem ihr so lange wie möglich am Leben bleiben müsst. Für alle Modi gibt es Punkte, die auf einer Highscore Liste gespeichert werden. So könnt ihr eure Leistungen global oder nur unter Freunden vergleichen.
Optisch beeindruckend
Die Unreal Engine 3 hat in allen drei Teilen von Alien Breed hervorragende Arbeit geleistet. Obwohl die Kameraperspektive von schräg oben gerichtet ist, bietet das Spiel beeindruckende Details. Beschädigte Korridore, brennende Sektionen, schwach beleuchtete Räume usw. sorgen für eine düstere Atmosphäre. Die Taschenlampe und das Mündungsfeuer der Waffen sind die einzig zusätzlichen Lichtquellen für dieses düstere Szenario. Aliens kommen plötzlich aus den Wänden und Böden gesprungen und sorgen durch ihre grosse Anzahl für Panik und Furcht. Ein bisschen Abhilfe sorgt euer Bewegungsmelder, der euch vor annähernde Feinde warnt. So müsst ihr nicht zumindest nicht nach jedem Schritt mit Feindkontakt rechnen.