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Michael Jackson: The Experience

 
Spielinfo



Entwickler:
Ubisoft
Publisher:
Ubisoft
Platformen:
Genre:
Geschicklichkeit
Altersempfehlung:
Release Datum:
12.04.2011


Bewertung

Spielmodi: 7.0
Sound: 8.5
Grafik: 7.5
Atmosphäre: 6.5
Gameplay: 8.0
Gesamtwertung: 7.5

Argumente

TOP

-Songs von Michael Jackson
-Bühnen nach Thema der Songs gestaltet
-Gameplay gelungen
-Songs können mitgesungen werden


FLOP

-Mehrspielermodus ist eine Qual
-kein Online-Modus
-Menü-Steuerung fehlerhaft
-nicht alle Songs besitzen eine Gesangsspur


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XBOX 360 | 25.04.2011 - 06:08:35


Er ist zurück! Naja, zumindest auf den heimischen Konsolen erlebt der King of Pop seiner Auferstehung. UbiSoft spendiert ihm mit „Michael Jackson: The Experience“ sein erstes eigenes Videospiel. Und wenn man sieht, dass nahezu alle Plattformen bedient werden, kann man sich die enormen Kosten für Lizenzgebühren vorstellen. Bereits im vergangenem Jahr ist der Titel für die Wii und die Handhelds Nintendo DS und PSP erschienen. Seit Mitte April sind nun auch Umsetzungen für XBOX 360 und PS3 im Handel. Aber noch immer ist nicht Schluss! Auch eine PC- bzw. Mac-Version wird noch erscheinen und sogar eine Fortsetzung für Wii ist bereits in Arbeit.
Steuerungstechnisch ähneln sich die Wii- und PS3-Version, da hier vordergründig die Handbewegungen wahrgenommen werden, schließlich sind die Controller (Wii-Mote, bzw. PS-Move) nur in der Lage diese Bewegungen aufzunehmen. Deswegen sticht die XBOX 360-Fassung aus der langen Liste anderer Versionen hervor, da es durch Kinect möglich ist den gesamten Körper, samt entsprechender Bewegungen, wahrzunehmen.
Aber ist die Umsetzung geglückt? Oder haben die Macher der „Just Dance“-Reihe kläglich versagt, sich auf dem neuen Gebiet der Kinect-Steuerung zu etablieren? Wir sagen es euch in unserem Test!

Bereits früh merkt man, dass das Grundgerüst des Spiels von dem bisher erfolgreichsten Kinect-Titel von UbiSoft „Your Shape: Fitness Evolved“ übernommen wurde. So hat man die Menü-Steuerung übernommen, welche nach wie vor zu eine der besten zählt, leider aber funktioniert sie nicht so einfach und genau, wie bei dem Fitness-Spiel. Ebenfalls hat man von diesem das sogenannte „Player Projection“-Feature übernommen. Hierbei werdet ihr komplett in das Spiel integriert, bekommt nur einen einheitlichen Farbanstrich, eure Kleidung (sogar die Muster von T-Shirts) bleiben aber sichtbar. Somit könnt ihr euch jeder Zeit im Spiel selbst beim Tanzen beobachten oder zumindest bei dem Versuch.

Die Spielmodi sind leider nicht allzu umfangreich. Es gibt eine „Michael Tanzschule“, hierhinter verstecken sich allerdings nur Videos von Crew-Mitgliedern. Diese waren mit MJ auf Tour und sind dementsprechend in der Lage die verschiedenen Tänze zu erklären. Leider geschieht dies dermaßen schnell, dass man als Anfänger heillos verloren ist. Somit ist es nur nett anzuschauen, wirklich etwas lernen kann man leider nicht.
Eine Singleplayer-Kampagne oder eine Karriere sucht man leider vergebens. Man kann einzig die Songs und verschiedene Schwierigkeitsstufen auswählen. Der niedrigste Schwierigkeitsgrad ist für Anfänger sehr hilfreich, da man hier verschiedene Stellen eines Songs erlernen kann, damit man für später die Tanzmoves zumindest einmal gesehen hat. Hier wäre der Titel „Michaels Tanzschule“ angebrachter gewesen...
Einige Songs der Trackliste können auch mitgesungen werden. Als Mikro kann man entweder das Kinect interne verwenden oder ein externes, z.B. das von „Guitar Hero“, „Lips“ oder „ RockBand“. Merkwürdigerweise sind nicht alle Songs mit entsprechenden Gesangspuren versehen. Dafür gibt es  eine Tonhöhenkorrektur, die im Menü aktiviert werden kann, damit ist es euch ohne Probleme möglich die hohen Töne des King of Pops nachzueifern.
Einen Multiplayerpart ist auch im Spiel enthalten, indem ist es möglich mit bis zu vier Spielern anzutreten. Sowohl KoOp, wie auch gegeneinander ist möglich. Einziges Problem ist nur, dass man nur abwechselnd, sprich immer nur ein Spieler wird erkannt, tanzen kann. Wenn man bedenkt, dass manche Lieder nur drei Minuten lang sind und dann muss man noch ewig den Spieler wechseln...da kommt nicht viel Zeit zustande.
Nicht überraschend sind nur Songs von Michael Jackson vertreten. Insgesamt haben es 29 Songs auf die DVD geschafft. Ein weiterer „Another Part of Me“ ist exklusiv in der Collector‘s Edition enthalten. Hier sind die 29 Songs, die einen kleinen Ausschnitt aus MJs Portfolio darstellen:

- Bad
- Beat it
- Billie Jean
- Black or White
- Blood on the Dancefloor
- Dirty Diana
- Don’t stop till you get enough
- Earth Song
- Ghosts
- Heal the World
- I Just can’t stop loving you
- In the closet
- Leave me alone
- Money
- Remember the time
- Rock with you
- Smooth criminal
- Speed demon
- Stranger in Moskow
- Streetwalker
- Sunset Driver
- The girl is mine
- The way you make me feel
- They don’t care about us
- Thriller
- Wanna be startin’ somethin’
- Who is it
- Will you be there
- Workin’ day and night

Spielerich gibt es an dem Spiel nicht viel auszusetzen. Es ist um längen besser als die Wii- bzw. PS3-Version, da man eben der gesamte Körper erkannt wird. Und dies funktioniert auch ohne große Schwierigkeiten. Gleiches gilt auch für den Gesang, dennoch bleibt hier die Kritik, dass nicht alle Songs Gesangsspuren beinhalten.
Die Anordnung auf dem Bildschirm erinnert stark an den Genre-Primus „Dance Central“. Links und rechts von euch sind Background-Tänzer, die Tanzschritte ausführen. Daneben sind Bilder, die euch bereits im Vorfeld eure Tanzmoves zeigen. In der goldenen Mitte könnt ihr euch selber, in Form eurer „Player Projection“ wiederfinden. Und gerade dieses Feature ist ein großer Vorteil gegenüber „Dance Central“. Ihr könnt direkt sehen, wie euch die Kamera wahrnimmt und somit eure Moves verbessern. Bei der Konkurrenz wurden Fehler nur durch entsprechende Farben an jeweiligen Körperteilen angezeigt.

Grafisch macht der Titel einen guten Eindruck. Jeder Song bekommt eine eigene Bühne, die entsprechend der Thematik unterschiedlich gestaltet ist. So findet ihr euch bei dem Song „Thriller“ selbstverständlich auf einem Friedhof wieder. Bei anderen Songs seht ihr die originalen Musikvideos an der Seite auf Leinwänden. Insgesamt sehr gut gedacht, hätte aber in letzter Konsequenz besser umgesetzt werden können, vielleicht sogar müssen.
In Sachen Akustik gibt es nicht viel zu meckern. Die Songs sind in bester Qualität im Spiel enthalten und erfüllen ihren Zweck voll und ganz.

Einen Online-Modus gibt es nicht. Wie schon erwähnt kann man nur an der heimischen Konsole insgesamt zu viert gegeneinander oder miteinander antreten. Durch das ewige wechseln der Spieler kommt leider kein Spaß auf, so kann man die erhoffte Michael Jackson-Party schnell vergessen.

Fazit

Meinung von xw|ridestar

Mittlerweile gibt es Tanz-Spiele für Kinect wie Sand am Meer. Um erfolgreich zu sein, muss etwas besonderes geboten werden. Ohne Frage gelingt dies mit Songs von Michael Jackson, die mit speziellen Tanz-Moves versehen sind. Auch die Möglichkeit einige Songs mitsingen zu zu können ist eine Feine Sache. Leider gibt es aber einige Schwachpunkte in dem Spiel.
Dies beginnt bereits bei der ungenauen Menü-Steuerung. Die Erkennung der Tanz-Moves funktioniert im großen und ganzen zwar ganz gut, müsste aber dennoch genauer sein. Kritisch kann man auch die Songauswahl betrachten. 29 Songs sind zwar in Ordnung, dennoch fehlen einige wichtige Klassiker des King of Pops einfach.
Deswegen gelingt es UbiSoft nicht mit „Michael Jackson - The Experience“ die Nummer 1 im Kinect-Tanz-Genre („Dance Central“) vom Thron zu stossen. Es bleibt leider ein Spiel für echte Fans!


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