HOME NEWS REVIEWS SPIELE FORUM GALERIE VIDEOS INTERN ONLINESHOP BENUTZERCENTER

Portal 2

 
Spielinfo



Entwickler:
Valve Software
Publisher:
Electronic Arts
Platformen:
Genre:
Geschicklichkeit
Altersempfehlung:
Release Datum:
27.04.2011


Bewertung

Spielmodi: 9.0
Sound: 9.5
Grafik: 8.0
Atmosphäre: 9.0
Gameplay: 9.5
Gesamtwertung: 9.0

Argumente

TOP

klasse Synchronsprecher
gelungene und lange Story
KoOp-Modus
GLaDOS und Wheatley!


FLOP

optionale Hilfe fehlt
Grafik etwas angestaubt
enorme Ladezeiten
PS3-Version durch Steamworks-Anbindung im Vorteil


Werbung

XBOX 360 | 27.04.2011 - 09:14:26


Ende 2007 war ein kleiner Titel Namens „Portal“ in der Valve Spiele-Sammlung „The Orange Box“ enthalten, an der Seite von „Half Life 2“ samt der zwei Episoden und „Team Fortress 2“.
Zu dem Zeitpunkt noch recht unbekannt, konnte sich das Puzzle-Spiel schnell einer wachsenden Fan-Gemeinde erfreuen. Knapp ein Jahr später konnte die XBOX 360 mit dem XBOX Live Arcade-Exklusiven Titel „Portal: The First Slice“ prahlen. Neben dem normalen „Portal“ waren neue Erfolge und 14 neue Levels mit von der Partie. Die Exklusivität war seinerzeit auf die gute Zusammenarbeit von Valve und Microsoft zurück zuführen. Da Microsoft allerdings nicht ihre XBOX Live Plattform ein wenig öffnen wollte, damit Valve ihre Steam-Plattform implementieren konnte, hat Valve die Reißleine gezogen. Dies hatte zur Folge, dass „Portal 2“ nicht mehr exklusiv für die 360 erscheint, sondern zeitlich auf Sony‘s PS3 verfügbar ist. Aber die PS3-Version hat sogar Steamworks-Support, wodurch Auto-Support, DLC und Community-Support möglich ist. Damit noch nicht genug, jeder Version liegt ein Code bei, damit man sich das Spiel auch kostenlos für PC oder Mac runterladen kann. Und auch hier ist noch nicht Schluss, man kann sogar den KoOp-Modus Plattformübergreifend spielen, sprich PC/Mac-User können gemeinsam mit PS3-Spielern den Modus absolvieren.
Ohne Zweifel bietet die PS3-Fassung einige interessante Features mehr als die XBOX 360-Version. Dennoch muss das Spiel nicht schlecht sein, oder etwas doch? Wir verraten es euch in unserem Test.

“I think we can put our differences behind us. For science. You monster.”
(„Ich denke wir können unsere Differenzen hinter uns lassen. Für die Wissenschaft. Du Monster!“)
Eine kurze Aussage, mit einer enormen Aussagekraft und gespickt mit Sarkasmus. Und gerade deswegen beschreibt dieser Satz die Story sehr gut. Er wird gesagt von GLaDOS, einer künstlichen Intelligenz, die eigentlich bereits im ersten Teil vernichtet wurde. Dummerweise wurde sie von Wheatley unbeabsichtigt wieder zum Leben entdeckt. Wheatley erinnert an eine Art Scheinwerfer, ist aber auch höchst intelligent. Er möchte Chell, die Spielfigur, aus der Aperture Science Einrichtung befreien und zurück an die Oberfläche verhelfen.
In der von Cave Johnson gegründeten Einrichtung wurden Forschungen über die Menschheit betrieben. Dies gelang auch zum großenteils sehr gut, allerdings hat die Natur die Einrichtung nicht unberührt gelassen und auch die Roboter, als Personal der Einrichtung dienend, haben die Oberhand  gewonnen. Aus diesem Grund will und muss Chell aus der Einrichtung fliehen. Der erste Versuch wurde bereits in „Portal“ unternommen, mit dem Ergebnis das GLaDOS vernichtet wurde. Bei dessen Wiederauferstehung wird die o.g. Aussage getroffen und das ganze Spielchen scheint von vorne zu beginnen.
Überraschenderweise ist die Story sehr abwechslungsreich und spannend. Zwar sind die Schaupläte immer recht ähnlich, aber die Dialoge, bzw. die Monologe (da der Spielcharakter nicht redet) sind dermaßen gelungen geschrieben. Sie suchen in ihrer Intelligenz und Reichtum an Sarkasmus in die Spielewelt ihresgleichen. Auch der Umfang kann sich sehen lassen. In 10 Kapitel unterteilt, kommt die Story auf eine Spielzeit von durchaus 11-12 Stunden. Diese Zahl kann antürlich deutlich variieren, abhängig von der Schnelligkeit in der man die einzelnen Rätsel (Testkammern genannt) löst.
Des Weiteren gibt es noch einen KoOp-Modus, der eine eigenständige Story beinhaltet. Hauptrollen spielen hier die Roboter Atlas und P-body, die allerdings auch Testkammern absolvieren müssen, die von GLaDOS gestellt und erläutert werden. Ungefähr 20 Levels stehen für Mehrspieler zur Verfügung, die sich in der Komplexität und Ideenreichtum nahtlos an die Singleplayer-Kampagne anknüpfen.

Wer Waffen in „Portal 2“ sucht, wird keine finden, ausser man zählt die Turrets, zielsuchende Geschütze, als Waffen. Diese treten aber auch nur als Gegner auf. Als Spieler kann man einzig die Portal Gun nutzen. Mit diese kann man zwei  Portale schießen, sind zwei vorhanden kann man durch sie hindurch gehen um somit seinen Standort zu wechseln. Klingt wenig spannend, aber gekonnt mit der Umgebung und Physik eingesetzt kann man verschiedenste Dinge bewirken. Dadurch ist es möglich die verschiedensten Rätsel zu lösen. Leider gibt es auch ein zwei negative Aspekte. Teilweise sind die Rätsel recht kompliziert, eine Hilfe gibt es leider nicht. Aber auch ohne Komplettlösung kann man das Spiel absolvieren, aber es kann halt etwas länger dauern. Ebenfalls negativ ist die Steuerung an manchen Stellen zu erwähnen. So kann man zwar Springen, aber eine Treppenstufe seitlich zu springen ist nicht möglich, obwohl es von der Höhe durchaus möglich sein sollte. Ansonsten kann man sich eigentlich nichts beklagen und findet ein gelungenes Gameplay vor.

Grafisch erinnert der Titel stark an den Vorgänger und wurde einzig in den Einzelheiten verbessert. Die Source-Engine ist eben nicht mehr ganz frisch, zwar wurde sie ein wenig aufgebessert, dennoch ist man von aktuellen Engines deutlich zu weit entfernt. Dafür hat man Grafik-Fehler und Slowdowns komplett in den Griff bekommen und es bleibt nichts auszusetzen.
Extrem nervig sind dagegen die enormen Ladezeiten. Gerade zu Beginn sind die Testkammern (Levels) sehr klein und die Ladezeiten liegen pro Level bei ca. 15-20 Sekunden. Hört sich nicht dramatisch an, ist aber sehr nervig!
Akustisch ist das Spiel ein absolutes Highlight. Zwar gibt es nicht viele Soundeffekte und Musik, wenn vorhanden sind diese aber gelungen eingesetzt und überzeugen in ihrer Qualität. Genial ist dagegen die englische Synchronisation. Diese stimmen Emotional und Betonung optimal mit den Charakteren überein und verleihen ihnen somit eine eigene Persönlichkeit.
Die deutsche Synchronisation ist zwar nicht ganz so stark, aber dennoch kann man sie zu den besseren zählen.

Einen Online-Modus ist mit dem o.g. KoOp-Modus vorhanden. Der kann übrigens auch an einer Konsole gespielt werden. Sowohl On-, wie auch Offline funktioniert dies hervorragend und macht einen Riesen Spaß.
DLC wird es vermutlich auch geben. Während dieser bei PS3 und PC vermutlich kostenlos sein wird, aufgrund der Steamworks Anbindung, wird man auf der XBOX 360 wohl zahlen müssen. Offizielle Meldungen gibt es hierzu aber noch nicht.

Fazit

Meinung von xw|ridestar

Valve war immer für herausragende Spiele bekannt. „Half-Life“, „Counterstrike“,... eine lange Liste von Spielen die entweder direkt aus der Spieleschmiede stammen oder zumindest anfänglich als Mod auf solchen aufgebaut haben. „Portal“ war anfangs auch nur eine kleine Spielerei und war in der allerersten Fassung viel zu kurz. Deswegen war ich auch sehr skeptisch, ob sich „Portal 2“ als Vollpreistitel durchsetzen kann.
Und was soll man groß sagen? Es ist von Valve! Ergo ist es klasse!
Der Umfang haut einem vom Hocker, die Story ist spannend und abwechslungsreich. Zwar ist das Gameplay ein wenig eintönig, wirklich störend ist dies aber nicht. Die Monologe der Weggefährten oder „Gegner“ sind dermaßen gut geschrieben, so etwas habe ich noch nie in Spielen gesehen. Der Sarkasmus, schwarze Humor ist einfach klasse.
Insgesamt bleibt nur zu sagen, dass es Valve gelungen ist ein Puzzle-Spiel in einer noch nie dagewesenen Art und Weise auf die Beine zu stellen. Für mich bereits jetzt ein heißer Anwärter auf den Titel „Spiel des Jahres 2011“!


Teilen