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Operation Flashpoint Red River

 
Spielinfo



Entwickler:
Codemasters
Publisher:
Codemasters
Genre:
Ego Shooter
Altersempfehlung:
Release Datum:
08.10.2009


Bewertung

Spielmodi: 8.2
Sound: 7.8
Grafik: 7.4
Atmosphäre: 7.8
Gameplay: 8.1
Gesamtwertung: 8.0

Argumente

TOP

Zehn lange und grosse Missionen
Intensive Gefechte
Herausfordernd uns sehr realistisch
Optionale Missionsziele
Weitsicht
Abwechslungsreiche Aufgaben
Koop-Modus


FLOP

Schwache KI
NPC-Kameraden reagieren nicht immer schlau
Detailarme Landschaft
Clipping-Fehler
Verwaschene Texturen
Sehr hoher Schwierigkeitsgrad
Wiederholende Sprüche
Übertrieben viele Schimpfwörter


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XBOX 360 | 31.05.2011 - 07:00:38


Als Bohemia Interactive und Publisher Codemasters im Jahre 2001 Operation Flashpoint veröffentlichte, war dies eines der realistischsten Shooter-Spiele überhaupt. Der offizielle Nachfolger kam hingegen erst 2009 heraus und wurde sowohl von Codemasters entwickelt als auch vertrieben. Nun zum 10-jährigen Jubiläum ist Operation Flashpoint: Red River im April dieses Jahres erschienen und soll die Massstäbe in Sachen Taktik-Shooter neu definieren. Ob das auch wirklich der Fall ist, seht ihr in unserem Test.

Willkommen im Dreck

Als Mitglied bei den US-Marines kämpft ihr einen erbitterten Kampf im Nahen Osten, in Tadschikistan um genauer zu sein. Während man zu Beginn noch gegen die Islamisten ballert, wird in den letzten 6 Missionen gegen die chinesische Volksbefreiungsarmee gekämpft. Warum ihr aber eure Waffen gegen die Chinesen richtet, wird im Spiel aber nicht ausführlich begründet. Doch als Soldat im Krieg interessiert der Grund einen eh nicht, denn wer nicht zu den amerikanischen Streitkräften gehört, auf den wird das Feuer sowieso eröffnet. Gleich zu Beginn des Spiels werdet ihr vom Staff Sergeant Knox wortwörtlich zusammengeschissen und es fliegen von ihm mehr Fluchwörter um eure Ohren als feindliche Kugeln… Ok, das ist vielleicht etwas übertrieben aber ihr wisst schon was gemeint ist.

Mehr Militär-Simulation als Action-Spiel

Schon seit dem ersten Operation Flashpoint liegt das Hauptaugenmerk auf ein authentisches und möglichst reales Spiel. Und auch bei Red River ist man diesen Grundprinzipien treu geblieben. Gegner sind auf Distanz kaum erkennbar, weil erstens die grelle Sonne die Sicht massiv einschränkt und zweitens können eure Gegner sich auch optisch tarnen. Darum soll man möglichst nicht wie in anderen FPS-Spiele einfach nach vorne rennen und losballern. Denn so werdet ihr bestimmt schon erschossen, bevor der Feind überhaupt gesichtet wird. Die Deckung spielt in Operation Flashpoint: Red River eine ganz wichtige Rolle und entscheidet massiv über Leben und Tod. Ebenso ist der Vorrat an Munition sehr beschränkt, daher sind kurz gezielte Salven effektiver als unkontrolliertes Serienfeuer.

Werdet ihr getroffen, müsst ihr euch medizinisch versorgen, denn ansonsten werdet ihr verbluten. Vor der Verwendung des Medikits sollte man am besten einen sicheren Ort bzw. Deckung suchen, denn der Vorgang benötigt ein paar Sekunden, nicht dass ihr noch eine weitere Kugel kassiert und ins Gras beisst. In der Regel stirbt man sowieso nach einem oder zwei Schüssen, je nach dem wo man getroffen wird. In einem Taktik-Shooter sind Teamkameraden äusserst wichtig und daher soll man auch die Verwundeten Mitstreiter medizinisch versorgen.

Auf mein Kommando…

In Operation Flashpoint: Red River müsst ihr sehr taktisch vorgehen. Zwar agieren eure Kameraden bis zu einem gewissen Punkt noch selbständig, doch als Squadleader habt ihr auch die Pflicht für ihre Sicherheit zu sorgen und dafür befolgen sie eure Befehle – meistens. Das Befehlsmenü ist sehr umfangreich, doch leider auch extrem verschachtelt und auf dem ersten Blick kompliziert und unübersichtlich, da hilft der kreisförmige Aufbau des Menüs auch nicht unbedingt weiter. Nun, die verschiedenen Variationen der Befehle lassen eure Mitstreiter beinahe alles machen. Sei es Sperrfeuer geben, Gebäude stürmen, Gebäude verteidigen, Position halten, Ziel angreifen oder sogar Luftunterstützung anfordern und Vieles mehr.

Die Mitstreiter

Alleine seid ihr in Operation Flashpoint: Red River nie unterwegs. Wenn euch nicht gerade Staff Sergeant Knox mit seinen Schimpfwörtern auf die Pelle rückt, werdet ihr immer von drei KI-Kameraden begleitet. Sowohl die Gegner als auch eure Mitstreiter haben manchmal mit Aussetzern zu kämpfen. Während feindliche Scharfschützen fast immer einen Treffer landen, agieren ihre Kollegen im Häuserkampf recht langsam. Manchmal stürmen sie in den Raum und warten noch einen Moment bevor sie das Feuer eröffnen, obwohl wir  gesichtet wurden. Anderes Beispiel: Ihr werdet unter feindlichem Feuer genommen und solltet Deckung nehmen. Ihr gebt Sperrfeuer, damit eure Kameraden hinter der Mauer in Deckung gehen können. Doch einer von ihnen ist womöglich so scharf ein Verwundeten-Abzeichen, dass er euch direkt vor der Flinte vorbeiläuft, während ihr schiesst.

Doch zum Glück gibt es noch einen online Koop-Modus. Mit bis zu drei Freunden könnt ihr die komplette Kampagne durchspielen. Übers Headset könnt ihr eure Taktik und Manöver genau absprechen und mit den richtigen Leuten kann es sehr viel Spass machen. Nebst der Kampagne in Solo und Koop gibt es noch einen Modus namens Truppen-Gefechte. Hier wählt man wahlweise zwischen KI-Mitstreiter oder menschliche Mitspieler und absolviert mit ihnen Einzelmissionen. Die dabei verdienten Medaillen und Punkte können für eure Charakterentwicklung eingesetzt werden. So werden beispielsweise neue Waffen freigeschaltet oder Eigenschaften wie Treffsicherheit erhöht.

Grafisch nicht der Bringer

Spielerisch ist Operation Flashpoint Red River sicher realistisch und sehr anspruchsvoll, doch grafisch hat das Spiel recht viele Mängel. Erstens ist die Landschaft von Tadschikistan sowieso öde und man bekommt ausser Sand, Lehmhütten und ein paar felsige Hügeln nichts Besonderes zu sehen, zweitens muss man über teilweise matschige Texturen, Clipping-Fehler, Zeilenverschiebungen und fehlender Detail an den Objekten beklagen. Beispielsweise liegen Waffen einfach in der Luft, tote Feinde liegen einfach teilweise in einer Wand oder Texturen werden erst mit ein paar Sekunden Verzögerung nachgeladen und angezeigt. Mag zwar sein, dass Operation Flashpoint Red River spielerisch gut ist, doch in Sachen Qualitätssicherung bei der Grafik muss sich Codemasters mehr anstrengen. Immerhin hat man im Spiel eine sehr gute Weitsicht und die Animationen sind auch sehr gut gelungen. Die Soundeffekte und Synchronisation können überzeugen und tragen viel zur Kriegsatmosphäre bei; ein paar Fluchwörter weniger hätten dem Spiel sicher auch nicht geschadet… Ebenso nerven mit der Zeit die immer gleichen Sprüche euer Teamkameraden wie: „Gewehrschütze, 250 Meter, Nordöstlich.“
 

Fazit

Meinung von xw|Swiss Reddi

Operation Flashpoint: Red River ist sicher eines der realistischsten Taktik-Shooter auf dem Markt, doch die bereits erwähnten Mängel trüben den Spielspass. Die Kämpfe spielen sich aber sehr intensiv und die Charakterentwicklung ist motivierend. Allerdings kann sich die Kampagne nicht mit der eines Call of Duty‘s messen. Wer eine starke Handlung und schnelle Action sucht, wird mit Operation Flashpoint: Red River nichts anfangen können. Wer aber den Vorgänger Dragon Rising schon Klasse findet, kann ohne Bedenken zugreifen.

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