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Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 2

 
Spielinfo



Entwickler:
Electronic Arts
Publisher:
Electronic Arts
Platformen:
Genre:
Action
Altersempfehlung:
Release Datum:
14.07.2011


Bewertung

Spielmodi: 8.0
Sound: 8.0
Grafik: 7.0
Atmosphäre:
Gameplay: 7.0
Gesamtwertung: 7.0

Argumente

TOP

-gute Atmosphäre

-gelungener Sound
-einfaches und eingängiges Gameplay


FLOP

-Kinect-Modus ersatzlos gestrichen!
-nur ca. vier Stunden Spielzeit
-Story ist linear und bietet nur wenig Abwechslung


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XBOX 360 | 17.07.2011 - 16:18:56


Gut vier Jahre ist es nun her, dass der letzte Band der Harry Potter-Reihe als Buch in den Handel kam. Wer jetzt denkt ein Kino-Film hätte das letzte Buch abdecken können, hat sich getäuscht. Die Macher haben anscheint eine Möglichkeit gesehen ein wenig mehr Geld aus dem Franchise zu kitzeln und prompt den letzten Band in zwei Filme unterteilt. Im letzen Jahr ist der erste Teil in die Kinos gekommen, dicht gefolgt von einer entsprechenden Videospiel-Umsetzung. ElectronicArts konnte sich mit erscheinen des ersten Kinofilms die entsprechenden Rechte für die Videospiele sichern und hat bis heute zu jedem Film bzw. Buch ein Spiel veröffentlicht, zusätzlich gab es noch ein Spiel welches sich rein um die Quidditch-Weltmeisterschaft drehte. Die Spiele haben sich zwar allesamt recht ordentlich verkauft, konnten aber in Sachen Qualität kaum überzeugen. 
Gleiches galt leider auch für „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1“. (Das EA natürlich auch zwei Spiele zu dem letzten Buch veröffentlicht hat, brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen.) Als nettes Gimmick hat EA im ersten Teil einen kleinen Kinect-Part eingebaut. Hiermit war es möglich „On-Rails“ durch die Welt zu laufen, um dort mit Gestik Zaubersprüche auszuführen und abzublocken. Dies war zwar alles ganz nett, konnte aber aufgrund einer hohen Fehlerhaftigkeit und Eintönigkeit nicht überzeugen. Und wie es den Anschein macht haben es die Entwickler für den zweiten Teil nicht in den Griff bekommen den Kinect-Part zu verbessern, mit dem Ergebnis, dass man diesen ersatzlos gestrichen hat.
Stellt sich die Frage ob man den Rest verbessern konnte, oder ob doch nur die Story weitergeführt wird und das Grundgerüst aus dem ersten Teil bestehen bleibt? Antworten geben wir in unserem Test!


Zur Story selbst möchte ich nicht viel verraten, nur soweit: Harry Potter und seine Freunde sind weiter auf der Suche nach den verbleibenden Horkruxen. Die Suche endet mit dem lang erwartenden Duell zwischen Harry und Lord Voldemort.
Man ist sich seiner Linie treu geblieben und hat sich an den Film-Vorlage orientiert. Diese ist natürlich im Vergleich zum Buch abgesteckter und einige Details gehen verloren. Wer nun denkt, dass die Story im Spiel ein wenig über den Tellerrand (Kinofilm) hinaus blicken würde hat sich leider getäuscht. Wie auch schon die Filme ist das Spiel noch düsterer geworden. So beginnt man die Geschichte in der Zauberbank Gringotts, hier haben es die Entwickler tatsächlich geschafft eine leichte Grusel-Stimmung zu erzeugen. Leider bleibt die Atmosphäre doch recht eintönig, zwar wird man ab und zu aus dem Geschehen herausgerissen, da man den Charakter wechselt, dennoch fehlt es an Abwechslung. Zum ersten Mal kann man nicht nur Harry Potter steuern, sondern übernimmt auch die Kontrolle von seinen Freunden, um ihn in der Finalen-Schlacht zu unterstützen. Das ist zwar an sich eine gute Idee, leidet dennoch unter einem enormen Problem: der Spielzeit. Wenn man sich nicht allzu viel Zeit lässt kann man gut und gerne das Spiel in magern vier Stunden beenden. Ja, ihr habt richtig gelesen! NUR VIER STUNDEN! Der erste Teil konnte dagegen noch die doppelte Spielzeit aufweisen, war zwar etwas eintönig, aber dennoch... Vier Stunden Spielzeit bei einem Vollpreistitel grenzen schon an einem schlechten Scherz, wenn man dann noch die weiteren Spielmodi anschaut, kommt einen schnell das Wort „Frechheit“ in den Kopf. Es gibt keinen Mehrspieler-Modus oder gar einen KoOp-Part. Wie schon erwähnt wurde der Kinect-Modus komplett gestrichen. Einzig der Challenge-Modus kehrt wieder zurück. Um diesen nutzen zu können, müsst ihr aber erstmal in der Story verschiedene Challenge-Levels finden und dort freischalten. Zwar ist eine größere Anzahl solcher vorhanden, aber als umfangreich, abwechslungsreich und spannend würde ich sie beim besten Willen nicht bezeichnen.
Somit müssen wir in Sachen Spielmodi und Story-Umfang von einem Rückschritt und einer Enttäuschung sprechen. Bleiben noch das Gameplay und die technische Umsetzung von Grafik und Sound, um das Spiel vor einem  kleinerem Desaster zu bewahren.

Das Gameplay hat sich im Vergleich zum ersten Teil nur minimal verändert. Es gibt nun eine Hilfemenü, welches euch Tastenkombinationen für Zaubersprüche angibt. Diese Auswahl wurde nämlich ein wenig verkompliziert, warum man sich hierfür entschieden hat ist mir ein Rätsel, da es vorher besser und eingängiger funktionierte. Insgesamt befinden sich nur sieben Zaubersprüche im Spiel, leider stehen den verschiedenen spielbaren Charakteren keine individuellen Sprüche zur Verfügung, sie können sich nur aus dem Repertoire der sieben Standart-Zaubersprüche bedienen. 
Weiter hat man das Aiming verändert, bzw. verbessert. Dieses geht nun deutlich leichter von der Hand und gerade bei geringeren Schwierigkeitsstufen bekommt man durch eine Portion Auto-Aiming keine Probleme mit den Gegnern. Apropro Gegner! Überraschend viele verschiedene Gegner sind im Spiel zu finden (und vor allem im Endkampf). Allerdings gibt es wieder ein großes ABER: Die Gegner mögen zwar unterschiedlich aussehen, der Großteil der Gegner verhält sich aber gleich und können auch nur aus den sieben bekannten Zaubersprüchen wählen, wobei es sogar bei manchen Gegnern nur zwei verschiedene zu geben scheint.

Die Grafik des Spiels baut eindeutig auf dem ersten Teil auf. Es gibt zwar die ein oder andere Verbesserung, aber ein deutlicher Sprung nach vorne ist es keinesfalls. Ein Grafikproblem, welches man aus dem Vorgänger nicht kannte, ist das Flimmern der Konturen von Spielfiguren. Wo dies auf einmal herkommt ist fraglich, vor allem weil man die recht häufigen Ruckler aus dem Vorgänger in den Griff bekommen hat. Somit bleibt zu sagen, dass man eine solide grafische Kulisse vorfindet, die aber auch noch deutlich Potential nach oben aufweist.

Ein Highlight dagegen ist die akustische Untermalung des Spiels. Original Filmmusik, samt Sprecher, vermitteln eine gelungene Atmosphäre und lassen einen tief in die Welt von Harry Potter eintauche. Auch die sonstigen Soundeffekte lassen wenig Spielraum für Kritik!

Fazit

Meinung von xw|ridestar

Das war es also! Der Abschluss der Harry Potter-Videospiel-Reihe. Acht Spiele lang haben wir Harry Potter auf seiner Reise begleitet und nun ist nach lächerlichen vier Stunden der Schluss erreicht... 
Auf die Spielzeit möchte ich nicht mehr eingehen (meiner Meinung hierzu kann man weiter oben eindeutig entnehmen). Ansonsten kann das Spiel zwar keine Bäume ausreißen, aber durchaus überzeugen. Das Gameplay ist solide, die Grafik ist ganz ordentlich und der Sound setzt einen Glanzpunkt im Spiel. Wenn man ein wenig die Story ausgeschmückt hätte, wäre durchaus eine 8.0er-Wertung möglich gewesen, so aber fällt man sogar unter die Wertung des Vorgängers. 
Harry Potter-Fans werden sich davon zwar nicht abschrecken lassen, aber alle anderen Gamer dürfen durchaus zu anderen Spielen greifen und eine Bogen um dieses kurze „Vergnügen“ machen.


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