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Captain America: Super Soldier

 
Spielinfo



Entwickler:
Sega
Publisher:
Sega
Platformen:
Genre:
Action
Altersempfehlung:
Release Datum:
14.07.2011


Bewertung

Spielmodi: 7.2
Sound: 8.3
Grafik: 9.0
Atmosphäre: 8.5
Gameplay: 8.8
Gesamtwertung: 8.5

Argumente

TOP

Gutes Kampfsystem
Flüssige Animationen des Captains
Haufenweise Sammelgegenstände
Challenge-Modus
Gute Inszenierung


FLOP

Schlechte Kameraführung
Miese KI
Verschwomme Texturen
Challenge-Modus ohne Xbox Live Anbindung
Emotionslose Sprachausgabe
Teilweise asynchron


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XBOX 360 | 06.08.2011 - 06:59:53


Nur mit einem Schild ausgerüstet, bekämpft Captain America ein ganzes Bataillon von futuristisch ausgerüsteten Nazis. Einige bekannte Gesichter vom Comic werden im Spiel wieder auftauchen, unter anderem Baron Strucker, Red Skull, Iron Cross und Madame Hydra. Doch die Lizenzspiele von Sega haben nicht gerade den besten Ruf, wenn man zu Titel wie Iron Man und Thor rüber schielt. Nicht gerade die beste Voraussetzung... Doch bekanntlich lernt man aus Fehlern und darum hoffen wir bei jedem Test, dass die Spiele tatsächlich besser werden. Ob Captain America diesmal mit seinem Schild einen Treffer landet, seht ihr bei uns im Test.

Nazis mit Hightech-Waffen und Mechs

1944 irgendwo in Deutschland. Amerikanische Soldaten werden eines nachts in den Schützengräben von einem mysteriösen Feind angegriffen. Schwere Mechs und futuristisch ausgerüsteten Soldaten wurden zuvor noch nirgends gesichtet, daher wurden die Amerikaner beinahe überrannt. Doch zum Glück ist Captain America zur Stelle und kann den hinterhältigen Angriff abwehren. Da so fortschrittliche Waffen beim Feind nicht hinnehmbar sind, muss nun unser Held die Sache auf den Grund gehen. Über einem undscheinbaren Dorf in der Nähe eines Schlosses, springt Captain America aus einem Flugzeug. Hier werdet ihr während ca. 6h Spielzeit auf der mittleren Schwierigkeitsstufe eure Kämpfe austragen.

Dorf als Fassade

Das Dorf ist in mehreren Sektoren aufgeteilt und ein paar Gebäude können sogar betreten werden, sofern die Story das vorsieht. Ansonsten sind die Areale und grössere Komplexe grundsätzlich frei zugänglich. Sprich, ihr könnt bis kurz vor Schluss des Spiels die meisten Gebiete nochmals durchkämmen, um beispielsweise Sammelgegenstände zu suchen - dazu später mehr. Doch das Dorf selbst ist nicht so interessant wie der riesige unterirdische Militärkomplex, welcher sich darunter verbirgt. Wie auch an der Oberfläche ist der Komplex wiederum in verschiedenen Sektoren aufgeteilt, die ihr nach und nach im Spiel betreten könnt. So kämpft ihr unter anderem durch Zellenblöcke, Laboratorien, unterirdische Bahnhöfe, Raketensilos etc.

Heil Hydra!

Gekämpft wird übrigens nur gegen die Schergen von Hydra, eine fiktive Organisation bei den Nazis, die sich darauf spezialisiert haben, mit aussergewöhnlichen Technologien einen Vorteil im Krieg zu verschaffen. Eigentlich so ähnlich wie im Wolfenstein, wo Paranormale irgendwelche Kreaturen erschaffen haben und sie dann in die Schlacht zu schicken. Hydra wird von einem hohen Tier bei den Nazis namens Red Skull geführt. Mit ihm wird sich der Super Soldier Captain America nur ganz selten direkt zu tun haben. Stattdessen kreuzt sich euer Weg mehr mit dem weiblichen Leutnant Madame Hydra und ihre Soldaten. Zuerst kämpft man gegen einfache Soldaten, dann kommen welche mit Elektroschock-Waffen und im letzten Viertel des Spiels tauchen schwergepanzerte Roboter und genmanipulierte Kreaturen mit Superkräften auf.

Batman lässt grüssen

Das Kampfsystem ähnelt sehr stark an Batman Arkham Asylum. Nur die Steuerung wurde ein bisschen komplizierter gestaltet. So können die A-X-Y-B Tasten mehrere Funktionen haben, je nachdem ob die Tasten in Kombination mit LB oder RB gedrückt werden und zusätzlich ob die Tasten gedrückt bleiben. Dieses System sorgt am Anfang recht für Verwirrung, doch mit der Zeit gewöhnt man sich einigermassen daran. Um vielleicht noch kurz auf die Grundfähigkeiten von Captain America einzugehen: Mit A kann unser Held gegnerische Angriffe ausweichen, die kurz zuvor mit einem animierten Symbol vorgewarnt werden; X ist die Standard-Taste für Schläge; mit Y durchbricht man die gegnerische Deckung und entwaffnet Feinde; die B-Taste wird während eines Kampfes zum Kontern gebraucht und ansonsten interagiert Captain America damit Schalter und so. Eine wichtige Taste ist ausserdem LB. Damit blockt man nicht nur Angriffe ab, sondern kann damit auch Projektile und Laser abprallen lassen und zum Gegner zurückschicken.

Ebenso gibt es im Spiel auch jede Menge Gegenstände zu sammeln. Fast in jedem zweiten Raum, den man betritt, gibt es Dokumente, Filmrollen, Schätze und so weiter. All diese Gegenstände haben einen gewissen Wert, die ihr dafür brauchen könnt verbesserte Fähigkeiten freizuschalten. Damit euch auch nichts Wichtiges entgeht, werden alle wichtigen Objekte goldig umrandet. Auf der höchsten Schwierigkeitsstufe wird dieses Feature deaktiviert und euer Lebensbalken wird normalerweise auch nicht wieder aufgefüllt. Das gibt dem Spiel eine zusätzliche Herausforderung. Ach ja, wenn wir schon von Challenges reden. Wie in Batman Arkham Asylum könnt ihr auch nach der Kampagne eure Kampfkünste im Challenge-Modus unter Beweis stellen. Leider gibt es keinen Leaderboard auf Xbox Live, somit verliert man schnell den Reiz.

Technisch okay, wenn...

...man Captain America Super Soldier mit anderen Lizenzspielen aus dem Hause Sega vergleicht. So ist die Grafik deutlich besser als bei Iron Man 2 oder Thor. Der Captain überzeugt mit flüssigen Animationen. Vorallem die Kletterpassagen à la Prince of Persia wurden grafisch gut umgesetzt, was man aber von der Steuerung nicht immer sagen kann. Die Gegner sind meistens sehr detailarm gestaltet und weisen zudem über eine miese KI auf. Durch die schwer gepanzerten Mechs und viele Soldaten auf einmal wird es trotzdem nicht einfacher sein zu kämpfen. Das Dorf an der Oberfläche überzeugt durch viele Details und die zerstörten Gebäuden geben einen realistischen Eindruck, dass es sich hierbei um ein Schlachtfeld handelt. Doch bei genauerem Hinsehen hat das Spiel verschwommene Texturen. Ausserdem ist die Kameraführung recht mies. Vor allem  wenn Gegnerhorden in engen Räumen auftauchen, bewegt sich die Kamera nicht wie vorgesehen. Das Geschehen wird somit sehr unübersichtlich. Die Sprachausgabe ist knapp befriedigend, wobei die Gespräche meistens ein wenig asynchron zu den Animationen sind. Der Soundtrack hingegen bewegt sich während des gesamten Spiels recht unauffällig.

Fazit

Meinung von xw|Swiss Reddi

Ich bin von Captain America Super Soldier positiv überrascht. Zwar wurde Vieles von Batman Arkham Asylum abgeguckt, doch dafür ist das Spiel auch um Längen besser als früheren Lizenzspiele von Sega. Wenn ihr in Sachen Grafik und Sound keine hohen Erwartungen habt und ein Fan von Captain America seid, wird euch der Titel noch gefallen. Nehmt euch aber vor der schlechten Kameraführung in Acht!

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