Im Jahr 1999 erschien Driver zum ersten mal auf der PlayStation. Dort konnte man Autoverfolgungsjagden in einer dreidimensionalen Stadt erleben, was dazu mals als revolutionär galt. Dann im Jahr 2004 kam der dritte teil der Serie heraus der den Namen Driv3r trug. Der dritte Teil konnte sich nicht nur im Punkt Grafik von seinen Vorgängern Absetzen sondern auch in der Technik und gilt wohl als einer der besten Driver- Spiele überhaupt. Doch in den nächsten Jahren wollten sich die Entwickler etwas neues einfallen lassen und beschlossen kurzer Hand, das man auch nun frei herumlaufen kann und mit Waffen auf andere schiessen kann und Autos stehlen konnte. Wen man das mit GTA verglicht, dann kam das nicht so gut rüber. Doch nun kehren die Entwickler mit Driver: San Francisco zu ihren alten Wurzeln zurück und präsentieren uns ein neues Spiel, das wir natürlich für euch getestet haben. Wen ihr wissen wollt ob es spass macht durch die Strassen von San Francisco zu fahren oder ob das Spiel doch ein flopp ist, dann solltet ihr unseren neuen Bericht dazu lesen!
Story
In der Story übernimmt man den Hauptcharakter der ersten drei Teile John Tanner. Die Geschichte beginnt dort, wo alles bei Driv3r aufgehört hat. John Tanner ist ein Undercover-Cop der in Driver 2 und Driv3r alle Hände mit dem Bösewicht Charles Jericho zu tun hatte. Doch nun hat Tanner ihn endlich hinter Gitter gebracht und alles scheint danach, das Jericho seine gerechte Straffe bekommt. Doch Charles Jericho wäre nicht um sonst der Erzbösewicht von John Tanner wen er nicht einen Fluchtpaln hätte. Am Tag seiner Verurteilung gelingt Jericho seine Flucht bei einer Eskorte wo er von einem korrupten Polizisten und einer mysteriösen Frau Hilfe bekommt. Die Frau sitzt in einem Hubschrauber und nimmt die Polizeiwagen mit einem Raketenwerfer unter Beschuss während sich Jericho mit Hilfe der korrupten Polizisten im Transporter befreit und selber das Steuer übernimmt. Tanner bekommt den Zwischenfall via Polizeifunk mit und begibt sich mit seinem Komplizen Tobias Jones zum unfallort wo er die Verfolgung von Jericho aufnimmt. Doch kaum hat er Jericho gefunden, rammt ihn dieser auch schon mit dem riesigen Transporter und kann danach auch gleich wieder untertauchen. Tanner hingegen wurde so übel zugerichtet, dass die Sanitäter um sein Leben kämpfen und ihn schliesslich in ein Komma versetzen. Nun ist Jericho untergetaucht und man hat keine Informationen wo er ist und Tanner muss wieder von null anfangen.
Hilfe ich kann shiften!
Wie schon erwähnt, liegt unser Undercover-Cop Tanner im Koma weil er einen schlimmen zusammenstoss mit Jericho hatte. Tanner liegt in einem Krankenhaus und ist gefaselt an einem Beatmungsgerät, doch das hält ihn nicht davon auf die Spur von Jericho wieder auf zu nehmen. Da er im Komma ist, bildet er sich alles ein dass er in seinem Wagen sitzt und die Spur von Jericho aufnimmt. Während er im Komma ist und von Jerichos Verfolgungsjagd träumt, erlernt er im Traum eine neue Fähigkeit die sich Shiften nennt. Mit der neuen Fähigkeit kann er von Auto zu Auto fliegen oder auch “shiften“ und so kann er leichter an Jericho herankommen und auch Hobby-Gangster das Handwerk legen. Wen man die A-Taste drückt geht man mit Tanners Geist aus dem Aktuellen heraus und schwebt über der Stadt. Dann kann man über der Stadt hin und her fliegen und irgendein anderes Auto aussuchen, in das man gerade herein shiften will. Wen man in ein Auto shiftet wo ein Beifahrersitzt, dann sind lustige Sprüche schon im Voraus programmiert. Mit dem shiften spart man jede Menge Zeit. Anstatt von einem Missionsziel zum nächste Fahren, so kann man einfach kurzer Hand rüber shiften.
Neben den shiften ist das Gameplay auch gut geworden. Die Autos lassen sich gut Steuern und wen man einen Wagen mit sehr viel PS Steuert und dass Gaspedal runter drückt, dann drehen die Räder durch weil das Auto so viel PS hat. Insgesamt gibt es bis zu 120 Lizensierte Autos die man freischalten kann und sie im Spiel benutzen kann. Alles in allem wurde das Gameplay inklusive Shiften toll umgesetzt und die Steuerung geht gut von der Hand.
Multiplayer
Neben der Kampagne gibt es auch einen Multiplayer-Modus bei dem man gegen max. 8 Spieler antreten kann oder man spielt mit einem Freund den Split-Screen Modus. Im Multiplayer-Modus gibt es verschiedene Events wo man gegen andere Spieler antreten kann, doch bevor man alle spielen kann, muss man zuerst mit dem Level aufsteigen. Je nach Spielart kann man auch im Online-Modus shiften benutzen und sich ein beliebiges Auto aussuchen. Man findet eigentlich zum grössten Teil immer genug Gegner um eine volle Lobby hin zu bekommen. Nur leider funktioniert es mit der Verbindung zu den anderen Gegnern nicht immer einwandfrei. Es gibt oft Ruckler die den Spielfluss beeinflussen, doch zum Glück ist es nicht so extrem.
Im Split-Screen Modus kann man gegen den Kollegen antreten oder einfach mit ihm sinnlos im “freie Fahrt“- Modus durch die Strassen von San Francisco brettern. Hier muss man nicht mit dem Level aufsteigen um alle Spiel-Modis freizuschalten, den es steht schon alles zur Verfügung. Der Online-Modus bietet eine tolle Abwechslung und es gibt auch lustige Spiele die man spielen kann, doch die Kampagne macht einfach viel mehr spass und im Online-Modus kann schnell das Chaos auf den Strassen herrschen.
Grafik & Sound
Im Punkt Grafik gibt es grobe unterschiede die euch im Spiel erwarten. Die Autos sehen alle gut aus und wurden toll dargestellt. Das Schadensmodell kann sich auch durchaus sehen lassen und wen man in der Cockpit-Perspektive fährt, dann sieht man die feinen Einzelheiten im Auto. Was noch wunderschön aussieht sind die kleinen Zwischensequenzen bei denen man die Gefühle der Charakter von deren Mimik ablesen kann. Wen man das selber herumfährt, dann sehen die Charaktere im Wagen sehr hölzern aus und die Passanten auf den Strassen wirken auch extrem verpixelt. Auch die Häuser in der schönen Metropole könnten auch eine Renovierung vertragen.
Beim Sound hingegen kann man eigentlich nichts gross aussetzen. Jeder Wagen hat seinen persönlichen Sound und es gibt auch viele Songs die im Radio laufen, da ist für jeden etwas dabei. Zudem führen die Charaktere auch lustige Dialoge, die euch immer wieder ein schmunzeln ins Gesicht zaubern. Grafik & Sound wurden gut umgesetzt, obwohl man im Punkto Grafik noch einige Verbessrungen hinlegen könnte.