Es ist das erste "richtige" Spiel für Kinect und dessen Besitzer. Die Rede ist von "Rise of Nightmares".
Das Spiel kommt von SEGA und kann mit vielen neuen Ideen überzeugen. Eins ist jetzt schon klar: wer die Nerven hat und Kinect besitzt, für den ist "Rise of Nightmares" ein Must-Have!
Die (Horror) Story
Zuerst beginnt alles recht harmlos. Josh und seine Frau Kate reisen mit einem Zug durch Rumänien. Doch plötzlich verschwindet Kate und Josh, der Held der Geschichte, sucht den Zug Abteil für Abteil nach ihr ab. Als Josh sich in einem Blut beflecktem Wagon wieder findet, wird Kate von einem monströsen "Etwas" entführt. Natürlich folgt Josh dem Entführer, kommt aber nicht mehr weit. Die hinteren Wagons, mit Josh und all den anderen Mitfahrern, werden abgekoppelt und entgleist. Später findet sich Josh mit dem entgleisten Zug in einem Fluss wider und hier beginnt die eigentliche Story. So müsst ihr, als Josh, aus dem entgleisten Zug entkommen. Am Ufer angekommen trefft ihr auf die Überlebenden und schliesst euch diesen an.
Kommen wir aber jetzt zum Wichtigstem was das Spiel bieten kann, nebst der tollen Story - die Steuerung!
Steuern ohne Controller
Rise of Nightmares soll euch mehrere Stunden beschäftigen und das ohne Controller. In dem ihr einen Fuss nach vorne stellt, läuft ihr nach vorne. Stellt ihr hingegen einen Fuss nach hinten, läuft ihr nach hinten. Kombiniert ihr diese Bewegungen mit eurem Oberkörper, indem ihr ihn nach rechts oder links dreht, so könnt ihr euch frei bewegen. Das ist auch das positive an RoN - das freie Bewegen.
Falls Probleme mit der Steuerung auftreten, kann man immer noch die rechte Hand heben und so den Autopilot aktivieren. Dieser führt euch dann bis zum nächsten Punkt.
Mit nach vorn gestreckter Hand könnt ihr ausserdem Objekte, wie Tapes und Waffen, aufnehmen und mit Schaltern etc. interagieren. So müssen Türen aufgestossen werden, Kurbeln gedreht werden, Leitern rauf und runter klettern oder auch Schlüssel aus blutigen WC Schüsseln geangelt werden. Hier gibt es viel Abwechslung. Auch weil hin und wieder hinter geöffneten Türen Speere aus dem Boden schiessen und ihr diesen nach hinten ausweichen müsst.
Die Gegner, besser gesagt, die Untoten dürfen auch nicht fehlen. Um diese zu bekämpfen findet ihr immer wieder neue Waffen, wie ein Fleischhammer, Skalpelle zum werfen, Überlebensmesser und und und. Auch hinterlassen die "toten" Untoten Waffen, da diese Messer als Arme haben und noch andere verrückte Gegenstände besitzen. Auch bei der Waffenwahl ist für Abwechslung gesorgt und jeder findet seine persönliche Lieblingswaffe. Doch sollte man aufpassen und immer den Status der Waffe im Auge behalten, da diese kaputt gehen und man dann nur mit den Fäusten dasteht. In solchen Momenten sollte man lieber die Beine in die Hand nehmen und zur nächsten Waffe rennen. Immerhin kann man sich mit einem Tritt Platz verschaffen und so die Gegner auf Abstand halten.
Ach ja, und was die Gegner angeht, hier trefft ihr auf sabbernde Krankenschwestern, spuckende Zombies die euch die Sicht nehmen, explodierende Untote und andere modifizierte Gegner. Auch singende Gegner erschweren euch das Leben. So verschwimmt eure Sicht und müsst euch die Ohren zuhalten und der schlechten Sängerin einen Tritt verpassen damit sie mit ihrem Gekreische aufhört. Als Dank verliert sie dafür den Kopf von euch.
Bosskampf, den kenne ich doch!
Auch Boss kämpfe dürfen nicht fehlen. Hier kämpft ihr aber nicht gegen irgendwelche Zombies, sondern gegen Charaktere die ihr im Zug kennengelernt habt. Die 2 Tänzerinnen z. B. wurden vom Herrn Doktor zu wütenden, um sich schlagende Ballerinas verwandelt und wollen auch an den Kragen. Hier kommen regelmässig Quick-Time-Events zum Zuge. Ducken, nach links ausweichen oder einfach nach hinten springen. Als das lockern das Spiel und die Bosskämpfe ungemein auf. Auch wenn ab und zu die Erkennung nicht ganz funktioniert und ein Schritt nach vorne als Schritt nach hinten erkannt wird.
Natürlich hat der Doktor auch einen Ober-Lakai. Eben dieser hat Kate aus dem Zug entführt. Immer wieder werdet ihr auf ihn treffen und müsst dann ganz ruhig stehen bleiben, da er nur auf Geräusche hört. Hier hört man sein eigenes Herz gleich höher schlagen. Doch wenn er euch mal erwischt, schickt er euch gleich ins Jenseits.
Sieht doch "grässlich" aus
Die Umgebung passt zwar zur Horror Stimmung aber kann nicht wirklich überzeugen. Die Steuerung funktioniert gut mit paar Ausnahmen. Die Charaktere fühlen sich an als hätte man sie einfach so ins Spiel gepflanzt und bei zu vielen Gegner verliert man schnell die Übersicht. Die Story mit überraschenden Wendungen hingegen ist den Entwicklern gut gelungen und die verschiedenen Schwierigkeitsgrade überreden zum mehrmaligem Durchspielen.