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NBA 2k12

 
Spielinfo



Entwickler:
Take 2
Publisher:
Take 2
Platformen:
Genre:
Sportspiel
Altersempfehlung:
Release Datum:
07.10.2011


Bewertung

Spielmodi: 8.5
Sound: 9.5
Grafik: 9.0
Atmosphäre: 8.5
Gameplay: 9.5
Gesamtwertung: 9.0

Argumente

TOP

-viele Spielmodi

-My Player-Modus wurde überarbeitet
-Atmosphäre ist gigantisch
-Verbesserungen in allen Bereichen...


FLOP

-...die aber meistens nur minimal sind
-für Einsteiger zu komplexe Steuerung
-Slowdowns während Matches


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XBOX 360 | 29.10.2011 - 09:19:51


In jedem Jahr werden wir von unzähligen Sportspielen für die Konsolen beglückt. Schon fast traditionell schließen die Basketball-Spiele diesen Mechanismus ab. Eine Begründung hierfür ist schnell zu finden, schließlich startet die NBA-Saison immer nach allen anderen großen US-Sportarten. Aber in diesem Jahr kommt es bekanntlich ein bisschen anders: Lockout! Das Zauberwort, welches in drohenden Lettern bereits die NFL in Angst und Bange versetzt hat. Glücklicherweise konnten sich dort die Spielergewerkschaft und die NFL/Teambesitzer einigen und einen neuen 10 Jahre gültigen Arbeitsvertrag unterzeichnen, so das die neue Football-Saison bereits in vollem Gange ist. Während die NFL „nur“ eine verkürzte Pre-Season in Kauf nehmen musste, sieht es bei der NBA viel düsterer aus. Hier sind die beiden Parteien in ihren Verhandlungen soweit auseinander, dass bereits die Vorbereitungsspiele und erste Saisonspiele abgesagt wurden. Und wie die Verhandlungen derzeit laufen, wenn es denn überhaupt der Fall ist, kann man nicht unbedingt von einem baldigen Start der Saison ausgehen. Aus diesem Grunde zieht es einige Stars nach China oder Europa, um dort die Spielfreie-Zeit zu überbrücken. Einige Stars wollen sich sogar zusammen tun, um eine Art Welttournee zu absolvieren, um den Sport in verschiedenen Ländern populärer zu machen.
Abseits alledem hat es sich 2kSports es nicht nehmen lassen auch in diesem Jahr einen neuen Teil ihrer „NBA 2k“-Reihe auf den Markt zu bringen. Wieder einmal hat man keine Konkurrenz von EA Sports zu fürchten, da „NBA Elite“ noch immer tief  in der Entwicklung steckt und auch in diesem Jahr nicht veröffentlicht wird. Kann sich „NBA 2k12“ trotzdem gegen den Vorgänger durchsetzen? Oder leidet man zu sehr unter dem Lockout?

Da es in diesem Jahr noch keine Vertragsverhandlungen und Free Agent-Phase gab, sind die Kader der Teams identisch mit denen der vergangenen Saison. Den NBA Draft gab es zwar bereits, aber die Rookies haben noch keine Verträge unterschrieben, deswegen sind sie auch noch nicht im Spiel enthalten. Allerdings ist dies ein eher kleines Problem, da man Dank dem 2k-Share-Feature die Roster von einigen findigen Gamern runterladen kann, die sich bereits die Mühe gemacht haben, alles auf den „aktuellen“ Stand zu bringen.
Dem Startbildschirm wurde ein nettes Makeover verpasst. So ist der Bildschirm nun mehrfach unterteilt und nahezu alle wichtigen Spielmodi sind direkt auswählbar. Man kann direkt ein schnelles Spiel Starten, Online eine Partie suchen oder den „NBA‘s Greatest Mode“ starten. Wirklich interessant sind zwei weitere Schaltflächen, die sowohl die Association und den My Player-Mode darstellen. Hier wird direkt euer Spielstand geladen und es wird euch z.B. euer Winning-Record oder euer nächster Gegner angezeigt. Mag nicht bedeutend klingen, ist aber doch eine sehr nützliche Neuerung.
Im letzten Jahr war Michael Jordan mit einem entsprechenden Spielmodi die große Neuerung. In diesem Jahr bekommt er von Stars wie Erwing, Johnson oder Bird Gesellschaft. Leider fehlt es dem „NBA‘s Greatest Mode“ komplett an tiefe. Man kann nur einzelne Highlight-Spiele auswählen und das war es leider schon. Wirklich schade, da man sich gerade bei der Präsentation dieser Spiele viel Mühe gegeben hat. Spiele aus den 70er Jahren sehen auch entsprechend aus, ob es die „Arena“ oder die Bildqualität ist. Es wird eine herrliche Atmosphäre aufgebaut.
Der My Player-Mode hat eine Generalüberholung erfahren! Zuerst müsst ihr euch einen Spieler erstellen oder aber ihr könnt mit einem NBA-Star ganz von vorne anfangen. Ihr macht zu Beginn ein „Scouting-Game“ danach Interviewen euch drei Teams, die in Erwägung ziehen euch im Draft auszuwählen. Weiter geht es zum Draft und schon seit ihr in der NBA! In den letzten Jahren musste man sich noch in D-Leauge Teams rumschlagen, dies ist nun nicht mehr der Fall. Ihr bekommt eine geringe Spielzeit zugewiesen und dürft sehr bald aufs Parkett. Neben der Mitspiler-Bewertung bekommt ihr nun auch für einzelne Aktionen Erfahrungspunkte. Trefft ihr würfe bekommt ihr welche, vergebt ihr Würfe oder verliert den Ball gibt es Punktabzug. Die Erfahrungspunkte nutzt ihr natürlich um eure Fähigkeiten zu verbessern, am Anfang habt ihr eine Gesamtwertung von 60, mit der ihr natürlich nicht viel in der NBA reißen könnt. Es gilt sich also kontinuierlich zu verbessern.  Auch Trainingsspiele und -einheiten können zur Verbesserung eures Spielers beitragen. Aber zugegeben, man braucht einen langen Atem um einen „NBA Star“ zu formen.
Der Association-Modus wurde im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Und hält keine nennenswerten Verbesserungen bereit.
Somit bekommen wir in Sachen Spielmodi, nahezu die gleiche Kost wie im letzten Jahr serviert. Es gibt zwar Neuerungen, aber diese sind doch etwas zu geringfügig. Man muss auf der anderen Seite natürlich auch sagen, dass die Reihe schon seit Jahren mit Umfang und Spielmodi nur so protzt, deswegen kommt auch auch in diesem Jahr auf seine Kosten.

Spielerisch gibt es einige Neuerungen. Die KI wurde komplett überarbeitet, so dass die Gegner und Mitspieler nun viel realistischer und cleverer agieren. Sie verteidigen besser und verschaffen sich im Angriff den benötigten Freiraum. Ab und an kommt es zwar zu den typischen KI-Aussetzern, aber im Vergleich zum Vorgänger sind diese nur noch minimal. Der Shoot Stick hat ebenfalls eine Überarbeitung erfahren. So bietet er nun eine viele größere Vielfalt Würfe, Korbleger oder Dunks auszuführen. Lauft ihr auf den Korb zu und wollt mit der linken Hand einen Korbleger machen, einfach den Stick nach links drücken, in die andere Richtung gilt natürlich das selbe Prinzip. Um sich mit der überarbeiteten Steuerung zurecht zu finden, bietet das Spiel ein Trainingslager, indem die NBA Greatest euch die verschiedenen Moves oder Würfe beibringen. Weiter gibt es kleine Änderungen im Gameplay, die gerade erfahrenen Spielern auffallen. Direkt ins Auge springt die Veränderung beim Sprinten. Konnte man früher immer vom eigenen Korb zum anderen durch laufen, sollte man dies nun genauer timen. Wenn der Spieler noch nicht in Schwung ist und ihr direkt sprinten wollt, legt er sich den Ball weiter vor und ein Gegner hat leichtes Spiel euch den Ball abzunehmen.
Insgesamt sind die Veränderungen im Gameplay sinnvolle Verbesserungen und bringen das Spiel noch weiter an die Perfektion. Es sind zwar keine bahnbrechenden Neuerungen, aber diese sind auch absolut nicht nötig!

Leider hat sich die Grafik kaum zum Vorgänger verändert. Die Animationen wurden überarbeitet, auch die Mimik der Spieler, so dass diese nun deutlich realistischer aussehen und nicht mehr wie Wachsfiguren wirken. Die Präsentation der Partien wurde dagegen wieder einmal komplett auf den Kopf gestellt. So gibt es nun verschiedene Songs, die verschiedene Einleitungen vor dem Spiel untermalen, auch die Spielervorstellungen ist nun in verschiedenen Variationen vorhanden. Ein nettes Gimmick sind zwei Spieler die unten links ins Bild dribbeln und auf ein künftiges Match hinweisen, also als eine Art Programmvorschau. Dies alles bringt das Spiel noch näher an eine echte TV-Übertragung.
Leider gibt es auch technische Ungereimtheiten. So kommt es in Spielen vor, dass die Framerate einbricht und das ganze Spiel ein wenig verzögert wirkt. Dies kann eine oder zwei Minuten dauern, kommt aber leider in nahezu jeder Begegnung vor.
Die Soundeffekt sind wieder einmal gigantisch. Die Zuschauer gehen mit und unterstützen euer Team wie sie nur können. Hier sind auch realistische Verhaltensweisen zu erkennen. Während sie noch lauthals „Defense“ zum besten geben, werden sie bei einem dreier des Gegners still und müssen sich erst einmal sammeln! Viel besser kann man es nicht machen. Der Soundtrack ist wieder die übliche Hip-Hop Mucke die man auch aus den Vorgängern kennt und diese passt anch wie vor hervorragend zum Titel!

Mein2k-Konto ist eine Neuerung im Online-Bereich. Es ist quasi als Verbindungsstück mit Social-Media-Diensten wie facebook, Twitter und YouTube gedacht. Man kann Videos und Bilder hochladen und Ergebnisse mit seinen Freunden teilen. Wenn man es denn braucht...
Neu ist die Online-Association, die es euch ermöglicht mit 31 Mitspielern den bekannten Modus aus dem Singleplayer-Bereich auch Online zu nutzen!
Technisch laufen Online-Partien ohne große Aussetzer ab. Es kommt zwar ab und an zu Slowdowns, aber die liegen an der eigenen Verbindung oder die des Gegners.

 

Fazit

Meinung von xw|ridestar

Wenn man mich fragt wird in dieser Saison kein Basketball in der NBA gespielt werden. Um so schöner ist es doch, nicht auf ein neues Game verzichten zu müssen. „NBA 2k12“ bietet alles was man sich wünschen kann. Die Präsentation ist gigantisch, die Steuerung wunderbar Variantenreich und auch der Umfang ist exzellent. Zwar gibt es im Vergleich zum Vorgänger nur wenige oder geringfügige Verbesserungen zu bewundern, aber sind wir mal ehrlich: Schon „NBA 2k11“ war ein Top-Spiel. Und 2kSports ist es gelungen noch einmal eine Schüppe drauf zu legen. 
Ärgerlich ist allerdings die Umsetzung des „NBA‘s Greatest Mode“. Dieser ist optisch und atmosphärisch klasse umgesetzt, aber bietet leider nur nacheinander ablaufende einzelne Matches. Einen roten Faden hätte dem Modus sehr viel mehr tiefe verleihen können, vielleicht sogar müssen. Weiter stören mich die Slowdowns während der Matches extrem. In den Vorgängern gab es ähnliche Probleme immer wieder, allerdings waren die Probleme auf Zwischensequenzen beschränkt und somit verschmerzbar. Hoffentlich gelingt es den Entwicklern mit einem Patch Abhilfe zu schaffen.
Unterm Strich ist und bleibt „NBA 2k12“ ein Pflichtkauf für Basketballfans. Gamer die einfach nur eine nette Abwechslung suchen oder einfach mal in ein Basketball-Titel rein schnuppern wollen, reicht der Vorgänger vollkommen aus. Der Mehrwert für Neulinge ist doch relativ gering.


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