Passend zum zehnjährigen Jubiläum erscheint Halo wieder auf der Xbox 360. Halo: Combat Evolved Anniversary ist ein Remake vom legendären Klassiker Halo. Die Erwartungen an die Remake Spiele ist immer enorm hoch und nur die wenigsten Entwickler werden den Erwartungen gerecht. Doch das neue Halo ist in guter Obhut. 343 Industries übernimmt mit Microsoft die Entwicklung und löst somit Bungie ab. Ob sie den Erwartungen gerecht werden können und ob sich ein Halo Remake überhaupt lohnt, das erfahrt ihr in unserem neuen Test.
Story
Die Story beginnt im Jahre 2552. Es war der Zeitpunkt gekommen an dem die Erde Überbevölkert war und es keinen Platz mehr gab. Diese hatte zu folge das man die Menschen auf einen neuen Planeten umsiedeln musste. So entdeckten die Menschen auch dass sie nicht die einzigen im Universum sind. Im Jahre 2520 hatten die Menschen auf der Erde den Kontakt zu ihrer Kolonie “Harvest“ verloren. Als man der Sache auf den Grund gehen wollte, kehrte nur das Schiff “Pillar of Autumn“ zurück. Die Leute auf dem Schiff berichteten von ausserirdischen Schiffen die unbesiegbar sein sollten. Doch zum Glück ist die letzte Hoffnung der Menschheit mit auf dem Schiff der “Pillar of Autumn“. Die Rede ist vom legendären Spartan 117 oder auch bekannt als Master Chief. Er ist noch der letzte Lebende genetisch veränderter Soldat der aus dem Spartan-II-Projekt stammte. Die restliche Spartan’s wurden auf dem Planeten Reach ausgelöscht von der feindlichen Allianz. Sie hatten den Auftrag erhalten das feindliche Allianzschiff zu übernehmen und mit ihm den Heimatplaneten der Allianz zu finden. Doch leider sind sie nicht so weit gekommen und wurden in einen Hinterhalt gelockt und ausgelöscht. Der halbe Planet Reach wurde von der Allianz verglast und ist unbewohnbar. Die “Pillar of Autumn“ wurde von den Allianz Schiffen verfolgt und ohne es zu ahnen haben sie den Krieg mit sich mit geführt. Jetzt schlägt die grosse Stunde von Master Chief. Mit Hilfe der künstlichen Intelligenz Cortana die ihm beim Kampf zur Seite steht, ist er bereit für seine wichtigste und letzte Mission die ihm aufgetragen wird.
Gameplay
Wir waren verwundert als wir angefangen haben das Spiel zu spielen. Das Hauptmenü ist kaum verändert und sieht genau wie beim ersten Halo aus. Als der Master Chief dann aus seinem Kältetiefschlaf geholt wird, muss man das Tutorial auf dem Schiff absolvieren. Es war genau gleich wie schon beim ersten Teil. Man muss mit dem rechten Stick Lampen anvisieren, sein Schild aufladen und entladen und vieles mehr machen um die Grundsteuern zu erlernen. Es hat sich nichts verändert und da kommen die alten und schönen Erinnerungen hervor als der Begriff Sci-Fi Egoshooter noch keine grosse Bedeutung hatte. Auch das Interface hat sich kaum verändert. Oben rechts ist die Gesundheitsanzeige so wie die Schildanzeige und auf der linken Seite sieht man welche Waffe man gerade trägt und wie viel Munition man gerade hat. Die Gegner sind auch genau gleich geblieben wie zehn Jahre zuvor. Euch werden Jäger, Grunts und Eliteeinheiten begegnen. Auch die grösste Plage die das Halo Universum je gesehen hat, wird wieder vorhanden sein. Die Rede ist von den Floods, die kein Mitleid zeigen wen sie ihre Opfer infizieren oder sie töten. Neben den Gegnern gibt es auch Fahrzeuge die man schon dazumal fahren konnte. Man kann in einen Warthog hocken und über die Landschaften fahren, oder man entert z.B. einen Ghost und tötet mit dem ein paar lästige Grunts und Elite-Soldaten. Im grossen und ganzen gab es kaum Veränderungen und die Entwickler 343 Industries sind dem alten Konzept von Bungie treu geblieben.
Multiplayer
Bei Halo: Kampf um die Zukunft konnte man früher die Kampagne nicht zu zweit spielen und es gab auch keinen Online-Multiplayer Modus, bei dem sich die Spieler duellieren konnten. Doch nun hat der Entwickler 343 Industries endlich reagiert und einen Multiplayer-Modus hinzugefügt und man kann auch die Kampagne im Co-op durchspielen. Zu zweit macht die Kampagne enorm viel spass, dann ist Teamwork gefragt und wen man dann auf der höchsten Stufe spielt, dann wird es richtig interessant. Man wird gefordert und kann nicht einfach nach vorne springen und die Gegner im Alleingang töten ohne eine vernünftige Taktik zu haben. Leider wurden wir bei dem Online-Multiplayer Modus ziemlich enttäuscht. Es gibt sechs neue Multiplayer Karten die aus Halo und Halo 2 stammen. Doch leider wurde nicht ein neuer Multiplayer Modus entwickelt, sondern man spielt mit der Physik aus Halo: Reach. Das versaut das Halo 1 Feeling, den die neuen Waffen und Ausrüstungen passen einfach nicht zu dem Gesamtpaket von Halo: Combat Evolved Anniversary. Da hätte 343 Industries auch etwas kreativer sein können und einen Multiplayer-Modus im still von Halo 1 machen können.
Grafik & Sound
Anhand von der Optik erkennt man hier die grösste Veränderung die am Halo vorgenommen wurde. 343 Industries benutzt dabei die Saber 3d Engine die auch bei anderen Spielen wie TimeShift zum Einsatz kommt. Die Umgebungen sehen nun viel schöner und detaillierter aus, als vor zehn Jahren. Doch grosse Veränderungen gibt es nicht, den grafisch sieht es aus wie bei Halo: Reach. Es ist aber trotzdem schön zu sehen wie sich die Technik innerhalb der zehn Jahre verändert und verbessert hat.
Beim Sound gibt es auch nichts auszusetzen ausser die Synchronie der Figuren könnte besser sein. Manchmal fangen sie einen Satz an und hören auf den Mund zu bewegen, doch man hört die Figur immer noch sprechen. Doch an den Stimmen hat sich nichts verändert und der legendäre Sound von Halo ist auch immer noch vorhanden.