In Bluey’s Happy Snaps erleben Bluey, Bingo und ihre Freunde ein Fotoabenteuer, das Erkundung und kreatives Spielen fördert. Der Titel ist bereits für alle gängigen Plattformen erschienen und im Game Pass verfügbar. Uns wurde eine Version für die Nintendo Switch 2 zur Verfügung gestellt, dementsprechend dreht sich dieser Testbericht um diese Fassung. Ob sich ein Kauf lohnt? Wir verraten es euch in unserem Test!
Die Geschichte ist schnell erzählt: Bluey findet eine alte, funktionsfähige Sofortbildkamera in den Sachen ihres Vaters (Bandit), darf sie behalten und schon geht die Fotojagd los. Ihr besucht verschiedene Schauplätze und sollt Fotos von Personen, Gegenständen oder Aktivitäten machen. Ihr sucht diese Fotomotive und fotografiert sie. Das Abenteuer lässt sich allein — ein Wechsel zwischen Bluey und Bingo ist möglich — oder zu zweit lokal an einer Konsole erleben. Im Koop-Modus sind die Aufgaben unterschiedlich verteilt: Eine Person führt die Kamera und treibt das Abenteuer voran, während die andere die Umgebung erkundet und für Aufnahmen posiert.
Wie schon gesagt, machen sich Bluey und Bingo mit Bandits alter Kamera auf die Suche nach Motiven, um ihr Sammelalbum zu vervollständigen. Passende Fotos werden zu Stickern. Mit mindestens 15 gesammelten Stickern wird das nächste Gebiet zugänglich. Dazu kommen besondere Fotoaufgaben und kurze Minispiele. Ihr besucht beispielsweise den Spielplatz. Habt ihr die 15 gesammelten Sticker erreicht, fahrt ihr mit dem Auto nach Hause. Auf dem Weg dahin sollt ihr möglichst viele Fotos von Vögeln machen.
Das Spiel lässt dabei Freiraum: Unpassende Aufnahmen werden nicht bestraft. Kinder können sich deshalb auch abseits der Aufgaben mit ihrer Umgebung beschäftigen. Freischaltbare Ausmalbilder und Sticker ergänzen die Erkundung um kreative Tätigkeiten. Auch Kostüme für Bluey und Bingo können freigeschaltet werden.
Um die Kinder zu animieren, auch ohne das Videospiel aktiv zu werden, gibt es „Play for Real Life“. In diesem Bereich wird erklärt, wie sich Spielideen mit Alltagsgegenständen außerhalb des Bildschirms umsetzen lassen. Dadurch entstehen Anregungen für gemeinsame Beschäftigungen nach dem Spielen.
Die Touchscreen-Bedienung zeigte dagegen Schwächen bei den gestalterischen Spielelementen. Zwar ließ sich der Zeiger teilweise bewegen, doch die eigentlichen Interaktionen funktionierten nicht zuverlässig. Eine Bedienung ist mit den Analogsticks möglich. Gerade Spielelemente wie Ausmalbilder oder das Aufkleben von Stickern sind so jedoch weniger eingängig.
Die Optik der Serie wurde hervorragend ins Spiel übertragen. Die typische Gestaltung und die Farben sind sehr gut gelungen, sodass sich Fans von Bluey schnell zurechtfinden. Die Nintendo-Switch-2-Fassung läuft ruckelfrei und ohne grafische Probleme.
Auch die serientypische Musik ist vorhanden und die englische Synchronisation nutzt die originalen Sprecher. Die originalen Synchronisationen in anderen Sprachen, u. a. auch Deutsch, sind angekündigt, sind aber leider zum Release noch nicht verfügbar. Sie sollen jedoch kostenfrei als DLC nachgereicht werden. Wann dies der Fall sein wird, ist allerdings noch offen.
Bluey’s Happy Snaps setzt auf ein zugängliches Spielprinzip, das das Entdecken und Ausprobieren fördert und immer motivierend ist. Hier können Eltern ihre Kinder bedenkenlos spielen lassen. Für Bluey-Fans ist es definitiv ein Pflichtkauf, um in die Welt von Bluey, Bingo und ihren Freunden einzutauchen. Leider gibt es da die fehlerhafte Touchsteuerung und die noch fehlende Synchronisation. Gerade für kleine Kinder, die noch nicht lesen können, wäre eine deutsche Sprachausgabe sehr hilfreich, da das Spiel im Englischen ohne zusätzliches Lesen problemlos möglich ist.
Wer das Spiel ausprobieren möchte, kann dies bereits auf der XBOX tun, da es im Gamepass verfügbar ist.
